Paprika aus Österreich

Die Vielfalt der Paprika | © Land schafft Leben, (2020)

Ein Drittel der Paprika in Österreich kommt aus heimischem Anbau. Die anderen zwei Drittel der Paprika in Österreich werden zum Großteil aus Spanien, der Türkei und Griechenland importiert. Paprika zählen inklusive Pfefferoni und Chili zu den fünf beliebtesten Gemüse-Arten in Österreich und stehen damit noch vor Salat, Zucchini und Kraut. Für den Anbau von Paprika eignen sich der Osten und der Südosten Österreichs klimatisch am besten, da es dort feuchter und wärmer ist. So kommen die meisten Paprika aus dem Burgenland. Daneben verzeichnet Wien den zweithöchsten Paprika-Ertrag. Das ist möglich, da man in Wien Paprika zu einem großen Teil im Glashaus anbaut und somit weniger Fläche benötigt wird. Neben dem Glashaus-Anbau gibt es noch den Anbau im unbeheizten Folientunnel und im Freiland. Diejenigen, die Paprika anbauen, bezeichnen sich selbst als Gärtnerinnen und Gärtner. Sie führen ihre Betriebe zum Großteil im Haupterwerb.

Daten und Fakten 

Weltweit baut China mit Abstand am meisten Paprika und Chili an. Etwa die Hälfte der gesamten Erntemenge wird dort produziert. An zweiter Stelle steht Mexiko und deckt etwa ein Zehntel der weltweiten Paprika-Produktion. Innerhalb der EU nimmt Spanien die Rolle Chinas ein und erzeugt rund die Hälfte der EU-weit produzierten Menge. In Österreich versorgen wir uns zu einem Drittel selbst mit Paprika (inklusive Pfefferoni und Chili). Hauptanbaugebiet für Paprika aus Österreich ist das Burgenland. Mit 97 Prozent wächst der Großteil der Paprika im geschützten Anbau heran. Nur drei Prozent wachsen im Freiland. Die Inlandsverwendung von Paprika liegt in Österreich bei 49 000 Tonnen Paprika. Das sind pro Kopf fünf Kilogramm pro Jahr. Hier ist auch der anfallende Lebensmittelabfall inkludiert.

Heiß diskutierte Themen

Kritik am „Klimakiller“ Glashaus

Ein großer Teil der österreichischen Paprika wächst in Glashäusern ohne Erde heran. Vor allem der hohe Energieverbrauch sowie die im Anbau verwendeten Steinwoll- und Kokosfasermatten sorgen für Kritik.

> Ökologische Aspekte

Natürliche Saisonalität verschwimmt durch Glashausproduktion

Wer in den warmen Monaten Paprika aus Österreich kauft, kauft nicht automatisch saisonal. Denn auch im Sommer wird heimischer Paprika im Glashaus angebaut. 

> Ökologische Aspekte
> Wann hat Paprika Saison?

„Food fraud“ bei Paprikapulver

Paprikapulver wird am freien Markt immer wieder verfälscht. Das bedeutet, dass das Paprikapulver mit künstlichen Farbstoffen aufgepeppt wird oder ätherische Öle beigefügt werden, um eine bessere Qualität vorzutäuschen.

> Herstellung von Paprikagewürz

Durch den Klimawandel könnte der Anbau von Gewürzpaprika in Österreich möglich werden

Österreichs Landwirtschaft spürt den Klimawandel und muss innovativ werden. Das kann sich auch auf den Paprikaanbau auswirken. In fünf bis zehn Jahren könnte es möglich sein, dass es Gewürzpaprika für Paprikapulver aus Österreich geben wird.

> Paprikapulver aus Österreich: Zukunftsmusik?

Vielfältiges Angebot als Markt-Nische

Es gibt über 2.000 verschiedene registrierte Paprika- und Chilisorten. Trotzdem werden im Lebensmittelhandel nur wenige von ihnen angeboten. Das führt dazu, dass viele Menschen ein sehr einheitliches Bild davon haben, wie Paprika schmeckt. Direktvermarkter entdecken Vielfalt daher als Marktnische.

> Ökonomische Aspekte

Mehr Vitamin C als eine Zitrone

Paprika zählt zu den Vitamin C-reichsten Gemüsearten schlechthin und toppt sogar die Zitrone. Etwa doppelt so viel Vitamin C ist in dem knackigen Gemüse enthalten.

> Gesundheitliche Wirkung von Paprika

Blitzg'scheit

Ein Papagei kennt keinen Schmerz

Paprika ist ein 'Zwitter'
Auch Paprika hat Sonnenbrand
Paprika statt Pfeffer
Züchtung von kernlosem Paprika
Ein Mensch riecht Paprika auf 1000 Meilen 
'Hände hoch, ich habe Paprika!'
Züchtung von süßem Paprika erst nach dem zweiten Weltkrieg