Was geschieht, wenn die Tierseuche Österreich erreicht

Die Afrikanische Schweinepest nähert sich der österreichischen Grenze. Ihr Name klingt dramatisch, das Virus kann aber nur Schweine befallen. Menschen sind nicht gefährdet, auch nicht beim Verzehr eines infizierten Schweines. Auswirkungen wird die Krankheit vor allem auf Wildschweine und die wirtschaftliche Situation von Schweinebauern und -verarbeitern haben. Kaum jemand will Schweinefleisch aus betroffenen Regionen oder Ländern, auch wenn meist nur Wildschweine und Schweine von Hobbyhaltern betroffen sind.

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Die Afrikanische Schweinepest, kurz ASP, ist ein Virus, das aus Afrika kommt. 2014 meldete mit Litauen erstmals ein EU-Land einen Fall. Seither breitet sich die ASP aus. In der EU gibt es im Baltikum und im Osten Polens Fälle, seit Juni 2017 auch im Osten Tschechiens. Im April 2018 meldeten ungarische Veterinärbehörden den ersten Fall in ihrem Land, nordöstlich von Budapest wurde die ASP an einem Wildschwein diagnostiziert. Ab Mai 2018 breitete sich die ASP unter Rumäniens Wild- und Hausschweinen aus. Im September wurde das Virus erstmals in Westeuropa diagnostiziert, an einem Wildschweinkadaver in Belgien nahe der Grenze zu Luxemburg. Erfahrungsgemäß breitet sich das Virus besonders im Sommer aus. Meistens wird das Virus in den Kadavern verendeter Wildschweine festgestellt.