Bier aus Österreich

Bierkonsum | © Land schafft Leben, 2019

Wer denkt beim Biertrinken schon daran, dass die Rohstoffe dafür vom Acker kommen? Pflanzenzüchtung und bäuerliche Arbeit stehen am Beginn der Bierproduktion. Hopfen, Gerste, Hefe und Wasser - mehr braucht es nicht für ein Bier. Das "wahrscheinlich krebserregende" Glyphosat soll in manchem Bier drin sein, war in den vergangenen Jahren immer wieder zu hören. Um eine gesundheitlich relevante Menge zu erwischen, müsste man aber Badewannen voll Bier mit Glyphosat-Rückständen trinken. Dann hätte man ein Problem mit einem anderen Inhaltsstoff, der als "krebserregend" eingestuft ist – dem Alkohol. Aber auch hier kommt es auf die Dosis an. Ansonsten hat Bier sogar eine positive Wirkung auf unsere Gesundheit. 

Daten und Fakten

Österreich liegt im globalen Ranking der Biererzeuger-Länder auf Platz 32. Tschechien erzeugt im Verhältnis zur Einwohnerzahl deutlich mehr Bier als Deutschland und Österreich. Die größte Brauereigruppe der Welt, Anheuser-Busch InBev, erzeugt rund ein Drittel des weltweit gebrauten Bieres.

Heiß diskutierte Themen in Österreich

Alkohol

Bier enthält im Vergleich zu vielen anderen alkoholischen Getränken wenig Alkohol, wird aber in Österreich in großen Mengen getrunken. Umso wichtiger ist ein verantwortungsbewusster Konsum – nicht nur vor dem Autofahren. Die Zahl der Alkoholabhängigen in Österreich ist beträchtlich. Übermäßiger Alkoholkonsum ist in der EU nach Rauchen und Bluthochdruck der drittgrößte Risikofaktor für Gesundheit und Leben.

> HINTERGRÜNDE: Alkohol

Glyphosat im Bier

Der Verein für Konsumenteninformation VKI hat in sieben von dreizehn Biersorten Spuren des umstrittenen Totalherbizids Glyphosat gefunden. Darunter auch in fünf Bieren aus heimischer Produktion. Im Filminterview haben wir zwei Experten mit diesen Ergebnissen konfrontiert.

> Wie gefährlich ist Glyphosat im Bier?

Hoher Anteil an Aktionen im Handel

Herr und Frau Österreicher kaufen ihr Bier liebend gerne in Aktion. Mittlerweile entfallen 60 Prozent der Haushaltsausgaben für Bier auf sogenannte Promotionskäufe bei steigender Tendenz. Im internationalen Vergleich liegt Österreich hier an der Spitze.

> "Aktionitis" beim Bierkauf freut nicht alle

Verbot von Neonicotinoiden

Dass einige Neonicotinoide bienenschädigendes Potential besitzen, ist in der Wissenschaft unbestritten. Umstritten ist allerdings, inwiefern und in welchem Ausmaß Neonics bei unterschiedlichen Anwendungen in der agrarischen Praxis tatsächlich den wichtigen Bestäubern schaden.

> Beizung von Winterbraugerste - Nenoicotinoide nicht mehr erlaubt

Klimawandel: Getreideanbau immer schwieriger

Österreich ist eines der südlichsten Länder, in denen Sommergerste angebaut wird. Der Klimawandel könnte unsere Breitengrade bald zu trocken und zu heiß dafür machen. Die Hoffnung der Bauern und Brauereien ist die Winterbraugerste. War die Verwendung von Wintergerste für die Bierbrauer vor einigen Jahren noch unvorstellbar, wächst ihr Anteil beim Malz jährlich. 

> Klimawandel gefährdet Rohstoffangebot
> Klimawandel setzt der Sommergerste zu
 

Konzentrierter Markt

Die Brauereien der Brau Union Österreich brauen mehr als die Hälfte des insgesamt in Österreich ausgestoßenen Bieres. Sie gehören zum Heineken-Konzern, dem zweitgrößten Global Player der Brauereiwelt.

​> Marktkonzentration oder bunte und lebendige Brauereilandschaft?

Rohstoffherkunft nicht erkennbar

Am Bier muss wie bei anderen verarbeiteten Lebensmitteln nicht erkennbar sein, woher die Rohstoffe kommen. Nur vereinzelt verwenden die Brauereien das rot-weiße AMA-Gütesiegel. Dennoch setzen Österreichs Brauereien in unterschiedlichem Ausmaß Rohstoffe aus Österreich ein.

> Herkunft der Rohstoffe nicht erkennbar

Blitzg'scheit

Wettbewerb, wer den größten Bierbauch hat
'Tschechern' hat nichts mit Tschechien zu tun
Deutsches Reinheitsgebot gilt in Österreich nicht
Qualitätsprobe mit Lederhosen
Das stärkste Bier der Welt
Wer das Bier erfunden hat
Frauen waren für das Bier verantwortlich
Woher der Hopfen seinen Namen hat