Kurze Wege mit kleinem CO2-Rucksack

Im internationalen Vergleich legt der Großteil des heimischen Getreides vergleichsweise kurze Wege zurück, bis es zu Mehl vermahlen wird. Die großen und kleineren Mühlen des Landes beziehen ihren Rohstoff in einem recht engen Sinn aus der Region. In Österreich erzeugtes Mehl aus österreichischen Rohstoffen kann daher jedenfalls in dieser Hinsicht als ein klimafreundlich gewonnenes Lebensmittel bezeichnet werden.

Etwas längere Wege mit etwas größerem CO2 Rucksack

Etwa die Hälfte der heimischen Weizenernte geht in den Export. Das hängt damit zusammen, dass Österreichs Haupt-Weizenanbaugebiete – insbesondere das Weinviertel und der pannonische Raum – aufgrund des dort herrschenden trockenen Klimas im internationalen Vergleich überdurchschnittliche Qualitäten, also durch hohen Proteingehalt ausgezeichnete Weizenpartien, erzeugen kann. Diese Qualitäten werden zum Beispiel besonders im oberitalienischen Raum nachgefragt, wo sie zu Brotspezialtäten verarbeitet werden, die dann ihrerseits wieder zum Teil in den Export gehen. Davor aber wird das Getreide per LKW zu den italienischen Mühlen verbracht, da diese nicht ausreichend ans Eisenbahnnetz angeschlossen sind. 
Österreichisches Bio-Getreide wiederum findet vor allem in der Schweiz eine nennenswerte Nachfrage, wohin es ebenfalls der LKW transportiert.