Was ist URGETREIDE?

Der Begriff Urgetreide ist lebensmittelrechtlich nicht definiert und geschützt. Gemeinhin werden Einkorn, Emmer, Waldstaudenroggen und Khorosan-Weizen als Urgetreide bezeichnet. Emmer und Einkorn zählen zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschen. Sie wurden schon 10.000 vor Christus im Gebiet des fruchtbaren Halbmondes angebaut. Im Gegensatz zu Dinkel sind Einkorn und Emmer bis heute nur wenigen züchterischen Bearbeitung unterzogen worden. Sie wurden in ihrer Genetik also kaum verändert, außer durch natürlich eingetretene Kreuzungen. Das heißt: Emmer und Einkorn waren bereits in der Jungsteinzeit mehr oder weniger die gleichen Pflanzen, die man heute vorfindet und anbaut. Der Emmer ist ein Vorfahre des heutigen Weizens, das Einkorn nicht. Somit können Einkorn und Emmer zwar als Urgetreide bezeichnet werden, aber nicht wie oft behauptet als Urweizen. Es gibt bei Emmer und Einkorn übrigens keine Sorten, sondern nur Herkünfte.