Was sind Kartoffeln?
kartoffel | © Land schafft Leben, 2019

Kartoffeln werden auf fast allen Teilen der Erde angebaut. Das ist durch ihre hohe Anpassungsfähigkeit möglich. Die Kartoffel ist das viertwichtigste Grundnahrungsmittel der Menschheit, nach Reis, Weizen und Mais. Weltweit gibt es rund 5.000 essbare Sorten. Die Kartoffel ist eigentlich ein Gemüse, in der Ernährung spielt sie als stärkehaltiges Lebensmittel aber vor allem die Rolle der Energielieferantin. Die Kartoffel hat unerwartete Verwandte. Nicht etwa die Süßkartoffel, sondern Aubergine, Paprika und Tomate gehören zu ihrer Familie.

Bio-Kartoffeln
kartoffelacker | © Land schafft Leben, 2019

Bio-Kartoffeln wurden nicht mit chemisch produzierten Mineraldüngern und chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln gedüngt und geschützt. Bio-Bauern ernten daher weniger, in einem von Jahr zu Jahr unterschiedlichen Ausmaß. Zugelassen sind Mittel, die aus der Natur stammen, dabei kann es sich aber auch um giftige Substanzen handeln.

> Bodenbearbeitung und Düngen
> Bio-Ernte fällt geringer aus
> Schädlinge und Pflanzenschutz
> Gas verhindert, dass Kartoffeln austreiben

Kochtypen und Frühkartoffeln

Bei Speisekartoffeln unterscheiden wir zwischen drei Kochtypen. Diese müssen auf der Verpackung von unverarbeiteten Kartoffeln erkennbar sein. Eine zusätzliche Kennzeichnung mit Farben wie in Deutschland gibt es nicht.

Andersartige Kartoffeln

Was sollte man bei roten und blauen Kartoffeln beachten?
kartoffel rot | © Land schafft Leben, 2019

Wenn man rot- oder blaufleischige Kartoffeln verwendet, sollte man sie erst unmittelbar vor dem Servieren mit Säure wie Essig oder mit Fett in Kontakt bringen. Sonst verlieren sie ihre Farbe und werden gräulich.

> Sind blaue und rote Kartoffeln gesünder?

Kann man komisch geformte Kartoffeln essen?
kartoffel herz | © Land schafft Leben, 2019

Kartoffeln, die nicht rund oder oval, sondern ganz anders geformt sind, kann man bedenkenlos essen. Der einzige Grund, warum sie nicht in den Handel kommen, ist, dass sie nicht so schön schälbar sind.

Gütesiegel

Süsskartoffeln

Die Süßkartoffel ist mit der Kartoffel nicht verwandt. Sie ist ein Windengewächs, die Kartoffel ein Nachtschattengewächs. Beide zählen sie aber zum Knollengemüse. Süßkartoffeln sind schwerer und länger als Kartoffeln. Wir kennen vor allem die orange Variante, es gibt aber auch gelbe, braune und weiße. Der europäische Bedarf wird vor allem mit Süßkartoffeln aus den USA gedeckt. Sie brauchen wärmeres Klima. Dennoch gibt es bereits Süßkartoffeln aus Österreich, wenn auch nur geringe Mengen. Weltweit sind die Hauptproduzenten China, Tansania, Nigeria und die USA.

Daheim sollte man sie im Gegensatz zu Kartoffeln nicht im Kühlschrank aufbewahren, weil sie aus der Wärme kommt und kälteempfindlich ist. Weitere Unterschiede zur Kartoffel sind der höhere Gehalt an Kalorien, Kohlenhydraten und Carotinoiden. Je intensiver die orange Farbe, desto mehr Carotinoide enthält die Süßkartoffel. Sie ist teurer als die Kartoffel, man kann sie roh essen und ihre Pflanze ist nicht giftig. Bei Zubereitung und weiteren Verwendungsmöglichkeiten unterscheidet sich die Süßkartoffel hingegen nicht von der Kartoffel.

Die wichtigsten Infos zur Kennzeichnung von Lebensmitteln:
> HINTERGRÜNDE: Lebensmittelkennzeichnung