Stärke aus heimischen Kartoffeln

Stärke ist ein weltweit gefragtes Produkt, nicht nur in der Lebensmittelindustrie, sondern zum Beispiel auch in der Textil- oder Papierindustrie. Sie wird aus unterschiedlichen kohlenhydrathaltigen Rohstoffen gewonnen. 44 Prozent der Weltproduktion kommen aus Mais, fünf Prozent aus Kartoffeln. In Österreich gibt es eine Stärkefabrik, die Kartoffeln verarbeitet. Sie gehört dem Unternehmen AGRANA und befindet sich in Gmünd an der tschechischen Grenze, in der Nähe der großen österreichischen Kartoffelanbauflächen. Ein Drittel der gesamten österreichischen Kartoffelernte landet hier. 1500 Bauern liefern an die AGRANA. 4,5 Kilo Kartoffeln werden zu einem Kilo Stärke. Es werden sehr mehlige Kartoffeln verwendet, die viel Stärke enthalten.

Aus Kartoffeln wird Stärke

Die Kartoffeln werden gewaschen, um Fremdkörper zu entfernen. Danach werden sie mit der Schale zu einem Brei zerrieben. Die Fasern werden abgetrennt. Die dabei entstehende Kartoffelpülpe, eine braune Masse, wird zum Großteil zu Kartoffelfasern für die Lebensmittelindustrie verarbeitet. Danach wird das Fruchtwasser abgetrennt. Daraus wird Kartoffeleiweiß gewonnen, das ebenfalls als Futtermittel verkauft wird. Die restliche Flüssigkeit ist ein wertvoller Dünger für die konventionelle und biologische Landwirtschaft. Übrig bleibt außerdem das Hauptprodukt, die Kartoffelstärke. Sie kommt für Lebensmittel und andere Produkte zum Einsatz.