Was ist Kren?

kren wirkung | © Land schafft Leben, 2017

Was man als Kren kennt, ist die Wurzel der Krenpflanze. Sie gehört zur Familie der Kreuzblütler, genauso wie Kohl, Brokkoli, Chinakohl, Radieschen und Kresse. Da er der schärfste Vertreter seiner Familie ist, nennt man Kren auch Scharf- oder Beißwurzel. Kren ist die österreichische Bezeichnung der Wurzel und kommt von dem slawischen Wort „krenas“, was so viel wie „weinen“ bedeutet. Im restlichen deutschsprachigen Raum, heißt der Kren Meerrettich, wobei „mēr“ aus dem Althochdeutschen kommt und so viel wie „größer“ bedeutet, „größerer Rettich“ also.

Die Krenpflanze kann mehrere Jahre alt werden. In der Verwendung als Lebensmittel hat sich jedoch die Ernte im Spätherbst desselben Jahres, oder die Frühjahrsernte im Folgejahr als sinnvoll herauskristallisiert.

Unterscheidung im Regal

 

Herkunft Herkunft: Nur bei unverarbeiteten Krenstangen muss die Herkunft angegeben werden, bei geriebenem Kren ist diese Angabe freiwillig. Steirischer Kren wird mit dem g.g.A.-Gütezeichen verkauft. 
Art der Erzeugung Konventionell oder biologisch

 

Anders als bei Gemüse wie Tomaten oder Karotten, gibt es von Kren keine unterschiedlichen Sorten. Unterscheidungen trifft man also eher nach der Herkunft. Steirischer Kren gilt zum Beispiel als einer der schärfsten und schmeckt anders als etwa ungarischer Kren.

Bio-Kren

kren bio | © Land schafft Leben, 2017

Bio-Kren ist eine absolute Ausnahme. Ein einziger österreichischer Bauer erzeugt Bio-Kren. Er muss auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger verzichten.

 

Optische Qualität

Wichtigstes optisch erkennbares Merkmal ist die Farbe. Die Krenstange sollte nicht grün sein, sondern an der Schale durchgehend die typische Krenfarbe aufweisen. Grüne Farbe an der Schale weißt darauf hin, dass die Krenstange nicht ganz reif ist.

Von Außen nicht erkennbar ist, ob die Krenstange im Inneren einen schwarzen Ring hat. In diesem Fall würde die Stange von der Krenschwärze befallen sein. Der Kren ist dennoch genießbar.

Beides kommt selten vor. 

TIPPS

Richtig reiben:

  • Damit Kren sein volles Aroma entfaltet, hält man die Krenstange am besten senkrecht zur Reibefläche. So reißt man den Kren eher, als ihn zu reiben und verhindert, dass er faserig wird und ausfranst. 
  • Den fertig geriebenen Kren beträufelt man dann am besten mit etwas Zitronensaft oder Essig, damit er nicht braun wird.
Richtig aufbewahren:
  • Im Kühlschrank hält frischer ungeschälter Kren mindestens zwei Wochen. Am besten wickelt man ihn vorher in ein mit Essig befeuchtetes Tuch ein und legt ihn ins Gemüsefach
  • Die ungeschälte Wurzel wie auch den geriebenen Kren kann man in einem verschlossenen Gefäß auch Tiefkühlen. Dabei ist jedoch mit einem Verlust von Aroma und Schärfe zu rechnen.
  • Geriebener Kren im Glas schmeckt ungeöffnet ganze sechs Monate lang wie frisch gerieben.
  • Trocknen sollte man die Wurzel nicht. Sie verliert dadurch ihr flüchtiges Öl und damit auch den typischen scharfen Geschmack.