Daten & Fakten

Senfland Österreich?

In Österreichs Supermärkten werden jährlich ungefähr 5.000 Tonnen Speisesenf verkauft. Zusätzlich findet sich Senf auch als Zutat im Außer-Haus-Verzehr. Dadurch ergibt sich eine geschätzte jährliche Inlandsverwendung von ungefähr 8.700 Tonnen, was einem Pro-Kopf-Verbrauch von rund einem Kilo entspricht. Eine Handvoll größere und ein paar kleinere Verarbeitungsbetriebe produzieren jedes Jahr etwa 8.500 Tonnen Speisesenf. Zusätzlich wird Speisesenf auch exportiert und importiert: rund 1.600 Tonnen werden eingeführt und etwa 1.400 Tonnen ausgeführt. Hauptsächlich importiert und exportiert Österreich Senf aus und nach Deutschland. Auch französischer Senf wird hierzulande zu einem geringen Teil verspeist.  

Der Senf-Markt ist relativ stabil, da es regionale Vorlieben und keine wirklichen Ersatzprodukte dafür gibt. Der Liebling unter den zahlreichen Sorten in den Senftuben, die im Regal zu finden sind, ist hierzulande der Estragon-Senf. An zweiter Stelle steht der süßlich-pikante Kremser Senf. Sowohl der Estragon- als auch der Kremser Senf werden überwiegend mit Gelben Senfsamen hergestellt. In Mitteleuropa – Österreich inklusive – werden vor allem drei Arten für den menschlichen Konsum angebaut: der Gelbe, der Braune und der Schwarze Senf.

In Österreich wird wenig Senf angebaut. Das zeigen die Zahlen: Im Jahr 2020 wurden hierzulande auf knapp 1.500 Hektar Senf für die Speisesenf-Nutzung angebaut, das entspricht einer Fläche, die etwas größer ist als der Mondsee in Oberösterreich. Auf über 90 Prozent der Felder wächst Gelber Senf. Der größte europäische Senfsaatproduzent ist laut der Welternährungsorganisation der UN (FAO) Frankreich mit über 16.000 Tonnen. Weltweit sind die wichtigsten drei Senfsaaterzeuger: Nepal mit rund 160.000 Tonnen, Kanada mit über 120.000 Tonnen und Russland mit ungefähr 98.000 Tonnen. Die Ernte wird vielfältig verwendet: zur Herstellung von Speisesenf und Senföl, für die Kosmetik oder die Grünpflanze in geringem Ausmaß für die Fütterung.

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