Mit diesen fünf Tipps rettest du Lebensmittel vor dem Müll
20.05.2026 / Essen & bewusster Konsum
Am 26. Mai ist Tag der Lebensmittelrettung. Ein guter Anlass, genau damit zu beginnen. Das ist dringend notwendig, denn allein in Österreich werden jedes Jahr mehr als eine Million Tonnen Lebensmittel weggeschmissen. Und wer jetzt glaubt, dass diese Menge hauptsächlich von der Gastronomie und den Supermärkten verursacht wird, der irrt. Weit mehr als die Hälfte der gesamten Lebensmittelverschwendung passiert nämlich bei uns im Haushalt. Und das kommt uns ganz schön teuer. Unsere fünf Top-Tipps helfen dir, Geld und Müll zu sparen.
Auch wenn wir es nicht immer bewusst wahrnehmen: Bei den allermeisten wird hin und wieder ein Stück Brot hart, ein Schluck Milch sauer oder ein halber Paprika schimmlig. All das summiert sich über das Jahr hinweg auf circa 75 Kilogramm Lebensmittel, die pro Kopf in Österreich entsorgt werden. Die gute Nachricht: Jede und jeder einzelne von uns kann im Alltag etwas dagegen tun.
Zu gut für die Tonne: Fünf einfache Tipps, mit denen du Lebensmittelverschwendung vermeiden kannst
Tipp 1: Einkaufen mit Plan
Impulseinkäufe ade: Das A und O der Lebensmittelrettung ist ein gut geplanter Einkauf. Mit Einkaufsliste in der Hand können Rabatte und Aktionen weniger verlockend wirken. Genau die sind nämlich ein großer Faktor für Verschwendung. Wenn du nur die Lebensmittel kaufst, die du auch wirklich (ver-)brauchst, dann packst du das Problem an der Wurzel und lässt Reste, die später eventuell im Abfall landen, gar nicht erst entstehen. Es hilft, sich mit Fragen zu wappnen: Brauche ich das wirklich? Welche Vorräte habe ich vielleicht noch zu Hause, die ich verwerten sollte? Welche Menge kann ich verbrauchen? Kann ich die Produkte im Fall der Fälle anderwärtig verarbeiten?
Tipp 2: Lebensmittel richtig lagern
Sind die Lebensmittel einmal gekauft, werden sie verstaut – aber wo und wie? Oft verderben Lebensmittel rascher, weil sie nicht richtig gelagert wurden. Brot zum Beispiel solltest du nicht im Plastiksackerl aufbewahren, weil es dort rasch zu schimmeln beginnt. Besser eignet sich ein Brotkasten oder Leinensackerl. Die richtige Aufbewahrung beginnt sogar schon beim Einkaufen: Am Weg vom Supermarkt nachhause solltest du Produkte aus dem (Tief-)Kühlregal in einer Kühltasche oder Kühlbox transportieren und zuhause rasch in den Kühlschrank oder Tiefkühler räumen.
Tipp 3: Schauen und riechen
Vertraue deinen Sinnen: Wird das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) überschritten, muss du das Lebensmittel deshalb nicht gleich entsorgen. Denn was wir umgangssprachlich gerne als „Ablaufdatum“ bezeichnen, ist nicht der Tag, an dem ein Lebensmittel plötzlich verdirbt. In den allermeisten Fällen kannst du es auch danach noch essen. Hier verlässt du dich am besten auf deine eigenen Sinne: das Lebensmittel genau anschauen, daran riechen, ein bisschen kosten – und schon weißt du, ob es noch gut ist oder nicht.
Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist allerdings nicht zu verwechseln mit dem Verbrauchsdatum. Den Hinweis „zu verbrauchen bis“ findest du etwa auf leicht verderblichem Fleisch wie Faschiertem. Das Fleisch solltest du nach diesem Datum nicht mehr essen.
Tipp 4: Reste verwerten oder einfrieren
Selbst beim besten Lebensmittel-Management kann natürlich einmal etwas übrigbleiben. Selbst dann musst du diese Essensreste nicht sofort in den Müll schmeißen oder tagelang unberührt in deinem Kühlschrank vor sich hin gammeln lassen. Gib ihnen doch nochmal eine neue Chance: Die Möglichkeiten der Reste-Verwertung sind schier unendlich. Dabei müssen es nicht immer außergewöhnliche Rezepte sein: Aus hartem Brot kannst du Knödelbrot oder Croutons machen, schrumpeliges Gemüse eignet sich gut für Gerichte wie Ofengemüse oder Letscho, weich gewordenes Obst lässt sich gut zu Smoothies, Marmelade, Eis oder Kuchen verwerten. Ansonsten ist auch Einfrieren eine einfache Möglichkeit, Essen haltbar zu machen. Fertig zubereitete Speisen, aber auch einzelne Komponenten wie gekochter Reis oder geschnittenes Gemüse kannst du gut einfrieren. So hast du an stressigen Tagen ausgewogene Mahlzeiten auf dem Teller, ohne aufwendig kochen zu müssen.
Tipp 5: Initiativen gegen Food Waste
Du willst noch mehr Lebensmittel retten? Dann probiere es doch mal mit Initiativen wie „Toogoodtogo“. Hier werden übriggebliebene Lebensmittel in Supermärkten, Bäckereien, Restaurants und Co. zu vergünstigten Preisen angeboten. Eine Win-win-Situation: Du sparst Geld und die Lebensmittel werden vor der Tonne bewahrt. Auch im sozialen Bereich gibt es Organisationen, die gegen Lebensmittelverschwendung vorgehen, beispielsweise Die Tafel Österreich oder der „Kostbar Markt“ von Unverschwendet. So werden überschüssige, übriggebliebene Lebensmittel zu wertvollen Spenden für Einrichtungen und Menschen, die diese dringend brauchen.
Du willst mehr über das Thema Lebensmittelverschwendung erfahren? In welchen Bereichen entstehen Lebensmittelabfälle, welche Ressourcen gehen dadurch verloren und welche Auswirkungen haben diese auf die Umwelt? Schau rein in unseren Report. Wenn du mehr darüber erfahren willst, wie viel uns Lebensmittel wert sind und wie viel wir dafür ausgeben, schau bei unserem Blog zur Konsumerhebung vorbei.