Wer in Österreich Zwiebeln anbaut
zwiebel bodenbearbeitung | © Land schafft Leben, 2018

Zwiebelbauern sind zumeist Acker- und Gemüsebauern und betreiben die Landwirtschaft im Vollerwerb. Sie halten keine Nutztiere und bauen immer mehrere Kulturen an, viele beispielsweise Getreide, Zuckerrüben, Mais, Karotten und Zwiebel. Österreichs Zwiebelbauern findet man in flachen Regionen, nur jeder zehnte Hektar Anbaufläche ist in einem anderen Bundesland als Niederösterreich. Die Hauptanbaugebiete von gelben und roten Zwiebeln sind das Marchfeld, die Region rund um St. Pölten sowie das traditionelle Zwiebelanbaugebiet Laa an der Thaya.

Anbaufläche

Der Zwiebelanbau hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. 2017 wurde in Österreich auf so viel Fläche Zwiebel angebaut wie noch nie.

Keine andere Gemüseart wird in Österreich auf so viel Fläche angebaut wie die Zwiebel.

Österreich ist im EU-Vergleich als Zwiebelanbauland gar nicht so unbedeutend. Im Vergleich der Erntemenge kommt das kleine Österreich auf Platz Zehn. Die mit Abstand wichtigsten Anbauländer der EU sind die Niederlande und Griechenland. Weltweit am meisten Zwiebel ernten laut FAO China und Indien, mit großem Abstand dahinter folgen die USA, Ägypten und der Iran.

Export und Import

Österreichs Vorteil ist die Nähe zu Ost- und Südosteuropa. Andere EU-Länder wie die Niederlande können günstiger produzieren, der Transport von Österreich nach Ost- und Südosteuropa ist aber billiger. Da der Export so wichtig ist, hängt der Preis, den heimische Bauern für ihre Zwiebeln erhalten, stark von den Marktgeschehnissen innerhalb Europas ab.

Importe viel geringer als Exporte

Im Vergleich zum Export ist der Import viel geringer. Hauptgrund für die Importe ist aber nicht, dass die ausländischen Zwiebeln billiger wären. Vor allem wird damit jene Zeit abgedeckt, in denen die Zwiebeln der letzten Ernte aufgebraucht sind. Sind die ersten heimischen Zwiebeln verfügbar und die ausländische Ware ist schon bestellt, finden wir die ausländische Ware in den Regalen, obwohl es schon heimische gäbe.