Setzen und Anbauformen
salat setzen | © Land schafft Leben, 2017

Die Anbauform ist je nach Salatart etwas unterschiedlich. Grundsätzlich gilt, Salat wird in Reihen am Feld in Erde angebaut. Im Frühjahr schützen ihn die Bauern noch mit einem Vlies, im Sommer bauen sie ihn ganz im Freien an und im Spätherbst und Winter schützen Folientunnel die Salatpflanzen vor Kälte. Der Anbau im Glashaus ist von vergleichsweise geringer Bedeutung. Manche Glashausgärtner setzen im Frühjahr Salat und beheizen diesen. 

Nährstoffversorgung
salat boden | © Land schafft Leben, 2017

Salatpflanzen brauchen von Beginn an ausreichend Nährstoffe, um in der gewünschten Qualität heranzuwachsen. Salat braucht im Vergleich zu anderen Gemüsekulturen wenig Nährstoffe, aber vergleichsweise viel Stickstoff und Kalzium. Fehlen dem Salat Nährstoffe, ist das optisch erkennbar. Der Salat wird zu bleich und zu gelblich. Fehlt zum Beispiel Kalzium, verfärbt sich der Blattrand. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Salatpflanzen zu versorgen. 

> Nitrat und Salat: eine komplexe Beziehung
​> HINTERGRÜNDE: Weg der Nährstoffe

Kompost
kompost gemüsebau | © Land schafft Leben, 2017

Eine weitere Form des Düngens, die vor allem Bio-Bauern anwenden, ist das Ausbringen von Kompost. Pflanzenreste, tierischer Mist und Biomüll, der in Haushalten anfällt, werden zu länglichen Haufen aufgeschüttet und umgesetzt. Dadurch entsteht ein Verrottungsprozess, wo die organische Substanz langsam umgebaut wird. Der daraus entstehende Kompost ist besonders nährstoffhaltig und wird auf die Felder ausgebracht. Das Kompostieren unterliegt zahlreichen Umweltauflagen. Weil die professionelle Verarbeitung organischer Abfälle sehr aufwändig ist, erfolgt sie deshalb meist in eigenen Kompostwerken oder in ausreichend ausgerüsteten Landwirtschaftsbetrieben. 

Bedeutung von Regenwürmern

Bodenlebewesen lockern den Boden auf und sichern dessen Qualität. Ein typischer Bodenbewohner ist der Regenwurm. In gesunden Böden leben bis zu 85 Regenwürmer pro Quadratmeter. Pro Hektar sind das oft 1.000 Kilo Regenwürmer. 

Wetter sehr wichtig
salat wetter | © Land schafft Leben, 2017

Wann genau die Bauern und ihre Mitarbeiter düngen, setzen, bewässern und ernten, hängt stark vom Wetter ab. Gerade beim Salat, dessen Blätter empfindlich reagieren, ist es wichtig, an das Wetter angepasst zu arbeiten. Auch der Ernteerfolg hängt stark von der Witterung während des Pflanzenwachstums ab. 

Salat braucht viel Wasser
salat bewässerung | © Land schafft Leben, 2017

Eine künstliche Bewässerung ist im Salatanbau unverzichtbar. Schon als kleine Jungpflanze braucht Salat viel Wasser. Bis zur Ernte ist eine regelmäßige Bewässerung notwendig. Es gibt zwei Methoden - die Tröpfchenbewässerung über Leitungen am Boden oder die Beregnung von oben, mit ähnlichen Systemen wie bei der Bewässerung von Rasenflächen. Die Salatbauern verwenden dazu nicht Leitungswasser, sondern Grundwasser. Wer wie viel Grundwasser entnehmen darf, ist gesetzlich geregelt. Die Bauern brauchen dafür eine Bewässerungsbewilligung. Diese ist je nach Bezirk für maximal zehn Jahre gültig. Somit ist gesetzlich dafür gesorgt, dass die Grundwasservorräte durch den Gemüsebau nachhaltig genutzt werden. Österreich ist mit großen Wassermengen gesegnet. Salat kann mit Wasser in Trinkwasserqualität bewässert werden, ohne dass dieses zu Neige geht. 

Forschung zu Wintersalaten
wintersalat forschung | © Land schafft Leben, 2017

Nur wenige Salatarten eignen sich für die Ernte im österreichischen Winter. Wolfgang Palme, Autor des Buches “Frisches Gemüse im Winter ernten”, erforscht seit 2011, welche Salatarten sich noch eignen könnten. Laut Palme eignen sich viele Salatarten, die in Österreich im Winter importiert werden, für die Ernte im Winter, ohne dass eine Beheizung des Folientunnels notwendig sei. Selbst der beliebte Kopfsalat habe im Versuch der Kälte getrotzt. Viele Salate würden Minusgrade überstehen. “Salate sind frostfester als wir es ihnen jemals zugetraut haben”, so der Gemüsebau-Experte. Noch winterhärter seien Lollo-Rosso- oder Eichblattsorten. 

> Ausdehnung des Erntefensters durch Wintersalate

Bildung und Wissen

Wie bei anderen Gemüsearten gibt es keine spezielle schulische Ausbildung für Salatbauern. Die zukünftigen und aktuellen Bauern bekommen ihr Wissen vor allem von den eigenen Eltern und Beratern der Landwirtschaftskammern und Infoveranstaltungen. Bio-Verbände stehen ihren Bauern ebenfalls beratend zur Seite. Wichtig sind auch eigene Erfahrungswerte. Jeder Betrieb arbeitet etwas anders. Meist hat der Bauer von den Eltern übernommen, nicht nur den Betrieb sondern auch viel Wissen. Viele Bauern tauschen sich auch mit Berufskollegen derselben Branche aus.