Eier zubereiten: 4 wissenswerte Fakten

17.04.2025 / Ernährung & Gesundheit

Du isst gerne Eier, auch außerhalb der Osterzeit? Über den Weg vom rohen zum gekochten Ei gibt es eine Menge zu wissen. Wir haben dir vier Fakten aufbereitet, die dir den Umgang mit Eiern in der Küche erleichtern. Außerdem erklären wir dir den Unterschied zwischen Eiweiß und Eigelb sowie nützliche küchen- und nährstofftechnische Unterschiede.

 

Wusstest du, …

… dass sich gekochte Eier schneller drehen als rohe?

Vielleicht ist es dir schon einmal passiert, dass du im Kühlschrank die Orientierung darüber verloren hast, welche Eier noch roh und welche bereits gekocht sind. Rein äußerlich kann man rohe Eier nicht von gekochten unterscheiden. Damit es aber beim Schälen eines vermeintlich hartgekochten Eies nicht zu unerwarteten Überraschungen kommt, gibt es einen einfachen Trick: Drehe das Ei auf einer glatten, ebenen Fläche um die eigene Achse. Dreht es sich schnell, ist es hart gekocht. Dreht es sich schwerfälliger, ist es noch roh. Denn im rohen Ei schwappt die Flüssigkeit hin und her.

Hartgekochte Eier: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Um hartgekochte Eier zuzubereiten, gibst du die Eier vorsichtig mit einem Löffel in kochendes Wasser. Für wachsweiche Eier beträgt die Kochzeit etwa sieben Minuten, während hartgekochte Eier nach etwa 10 Minuten fest sind. Die Konsistenz des Eidotters hängt von der Kochzeit und Größe der Eier ab: Nach 7 Minuten ist der Eidotter im Kern noch leicht flüssig, nach 10 Minuten für Eier der Größe M und L schnittfest. Mit einem Schaumlöffel kannst du die Eier nach dem Kochen schonend aus dem Wasser nehmen und in eine Schüssel legen.

Anders ist es beim Pochieren: Hier werden Eier einzeln aufgeschlagen und vorsichtig in leicht siedendes Wasser mit etwas Essig gegeben. Dort ziehen sie etwa vier Minuten unter dem Siedepunkt, bevor man sie mit einem Schaumlöffel herausnimmt. Ein Tipp: Bevor man die Eier ins Wasser gibt, mit einem Kochlöffel etwas rühren, damit sich ein leichter Wirbel bildet. Durch diesen wickelt sich das Eiweiß um das Eigelb. Alternativ kann man auch mit zwei Esslöffeln das Eiweiß sanft über das Eigelb ziehen, damit es seine Form behält.

… dass man Eier nicht abschrecken muss?

So gut gekochte Eier auch schmecken, so schwierig kann es manchmal sein, sie zu schälen. Häufig werden die Eier daher nach dem Kochen mit kaltem Wasser abgeschreckt, da so die Schälbarkeit verbessert werden soll. Tatsächlich stimmt das aber nicht: Das Abschrecken bringt keinerlei Vorteil. Was dir das Schälen aber erleichtern kann ist, die Eier beim Kochen erst in bereits kochendes Wasser zu geben. Und übrigens: Ältere Eier lassen sich im gekochten Zustand leichter schälen als frischere.

… dass man Eier nicht waschen sollte?

Wenn du willst, dass deine Eier möglichst lange haltbar bleiben, solltest du sie nicht waschen. Denn Wasser zerstört die natürliche Schutzfunktion der Schale. Außerdem können beim Waschen feine Risse in der Schale entstehen. So oder so können Keime leichter ins Innere des Eies gelangen und sich dort vermehren – und dann dafür sorgen, dass das Ei schneller schlecht wird. Beim nächsten schmutzigen Ei benutzt du also besser einfach ein Tuch, anstatt es unter fließendem Wasser sauber zu machen.

… dass ein kleines Loch in der Schale verhindert, dass Eier aufplatzen?

Wenn Eier beim Kochen aufspringen, kann das ganz schön ärgerlich sein – vor allem, wenn du sie anschließend für Ostern färben möchtest. Damit das nicht passiert, kannst du Folgendes versuchen. Stich mit einer Nadel oder einem Eierstecher ein kleines Loch auf der runden Seite des Eies in die Schale. Unter der Schale befindet sich nämlich eine Luftblase. Diese Luft würde sich in kochendem Wasser erwärmen, ausdehnen und so die Eischale zum Springen bringen. Durch das Einstechen kann die Luft allerdings ganz einfach entweichen. Und wenn wir schon beim Thema Temperatur sind: Eier, die im Kühlschrank gelagert wurden, solltest du vor dem Kochen einige Sekunden unter warmes Wasser halten. So vermeidest du, dass der große Temperaturunterschied zwischen Kühlschrank und Kochwasser die Schale springen lässt. Ein Spritzer Essig im Kochwasser kann ebenso verhindern, dass die Schale beim Eier kochen platzt.

Eiweiß und Eigelb: Unterschiede und Verwendung

Eiweiß und Eigelb: Zwei Hauptakteure in der Küche. Prozentuell enthält Dotter mehr Proteine als Eiweiß und zusätzlich jede Menge Geschmack, Fette und wertvolle Vitamine. Auch im Eiweiß finden sich Vitamine und Proteine, während Fett nur in Spuren enthalten ist. Diese beiden Bestandteile machen das Ei so vielseitig und unverzichtbar für zahlreiche Eier-Rezepte.

In der Küche kommt es oft auf die richtige Verwendung von Eiweiß und Eigelb an. Für ein Omelett oder ein Rührei zum Beispiel spielen beide Teile eine wichtige Rolle. Bei Spiegeleiern sollte – je nach individueller Vorliebe - das Eiweiß fest, das Eigelb aber noch leicht flüssig sein – die richtige Bratdauer und Hitze in der Pfanne sind hier entscheidend. Auch bei der Zubereitung von Saucen wie Mayonnaise oder Hollandaise spielt das Eigelb die Hauptrolle, während das Eiweiß als Eischnee für luftige Baisers oder zur Lockerung von Kuchen verwendet wird. Die Größe des Eies – ob Größe S, M oder L – kann dabei die Menge der Zutaten und die Garzeit beeinflussen.

Ein Tipp: Für die besten Ergebnisse immer frische Eier verwenden und auf die richtige Temperatur achten.

Mehr Wissen rund ums Ei findest du in unserer Lebensmittelrecherche. Wenn du lieber Videos schaust, dann gibt es auch hier einige zur Auswahl.

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