Rezeptidee: Bunte Salze selbst gemacht

20.04.2021 / Essen & Gesundheit, Rezepte zum Nachkochen

Bärlauchsalz, Rotweinsalz mit Rosmarin und Apfelsalz – die drei farbenfrohen Salze sind nicht nur dekorativ, sondern schmecken auch fabelhaft und lassen sich ganz einfach selbst herstellen. Unsere Diätologin Karina und die Redakteurin Marlene haben es selbst ausprobiert und verhelfen dir Schritt für Schritt zu deinem bunten Salzsortiment.

Manchmal braucht man ein Mitbringsel oder ein Geschenk für einen Geburtstag, Muttertag oder einen anderen besonderen Feiertag und möchte gerne etwas Selbstgemachtes schenken. Unsere Salz-Variation ist für jeden und jede leicht nachzumachen, sieht hübsch aus und verleiht dem Essen eine würzig-aromatische – oder im Fall von Apfelsalz – sogar eine süße Note. Die Salze lassen sich in schönen Schraubgläsern wunderbar verschenken und sind auch bei einer Einladung mit Gästen ein Hingucker.

Bärlauchsalz

Zubereitungszeit: ca. 20 Min. + Zeit zum Trocknenlassen

Bärlauch ist ein typisches Frühlingskraut und hat von Mitte März bis etwa Ende April/Anfang Mai Saison. Das Kraut hat einen scharf-würzigen Geschmack und wird daher auch als „Waldknoblauch“ bezeichnet. Bärlauch besticht mit seinem hohen Anteil an Vitamin C und enthält die wertvollen Mineralstoffe Eisen und Kalium. Es verhilft dem Salz und damit auch den gewürzten Speisen zu einem vollen Geschmack. Zu allererst aber:

… ein paar Tipps zur Verwendung von Bärlauch:

Beim Sammeln des Bärlauchs sollte man gut aufpassen, um die Blätter nicht mit jenen von Herbstzeitlosen oder Maiglöckchen zu verwechseln. Man kann zur Unterscheidung ein Blatt zwischen den Fingern zerreiben. Handelt es sich um Bärlauch, riecht das Blatt nach Knoblauch, ist es das Blatt einer anderen Pflanze, tritt kein Geruch auf. (Tipp: Pass am besten darauf auf, dass deine Finger nicht nach dem Geruchstest noch nach Knoblauch riechen, weil du am Anfang ein Bärlauchblatt erwischt hast.) Außerdem können sich sogenannte „Fuchsbandwurm-Eier“, die zu Krankheiten führen können, auf den Bärlauchblättern befinden. Um diese auch sicher loszuwerden, reicht es, jedes Blatt einzeln unter heißem fließendem Wasser abzuwaschen.

Aber nun zum Rezept und damit ran an die Zutaten! Das brauchst du:

  • 20 g frischer Bärlauch
  • 100 g feines Salz (jodiert)


Zubereitung:

1.       Bärlauch mit heißem Wasser waschen, abtrocknen lassen und in Streifen schneiden

2.       Bärlauch mit Salz in einem Mixbehälter geben und pürieren, bis eine satt-grüne Paste entsteht

3.       Auf einem Backpapier am Blech möglichst dünn aufstreichen

4.       Entweder im Freien für ca. 8 Stunden (Frühlingstag) oder im Backrohr für ca. 2 Stunden bei 50 °C Umluft (Kochlöffel einzwicken) trocknen lassen

5.       Zerbröseln und in ein Schraubglas füllen


Bärlauchsalz passt gut zu:

Grillfleisch, Gemüse, Salat, Butterbrot

Rotweinsalz mit Rosmarin

Zubereitungszeit: ca. 15 Min. + Zeit zum Ziehen und Trocknenlassen

Du hast noch ein paar Schlucke Rotwein übrig? Warum nicht als Zutat für Rotweinsalz verwenden? Wir haben für das Rezept nur wenig Rotwein und ein paar Rosmarinnadeln gebraucht. Bevor du loslegst …


… noch ein paar Infos zum Rosmarin:

Rosmarin hat ein sehr intensives würzig-herbes Aroma. Verwendet man ihn frisch, erinnert er etwas an Fichten- oder Kiefernnadeln. Getrocknet riecht er eher harzig. Im Geschmack ist er leicht bitter. Dieser kommt von den enthaltenen „Tanninen“. Das Kraut wird Rosmarin wird vor allem zum Würzen von Fleisch und Fisch, Gemüse, Gemüseeintöpfen, Soßen, Kartoffeln und Grillgut verwendet.


Nun aber ran an die Zutaten:

  • etwas Rotwein (wir haben Zweigelt & Merlot genommen)
  • 100 g grobes Salz aus Österreich
  • 2-3 Zweige Rosmarin oder etwas getrockneten Rosmarin


Zubereitung:

1.       Grobes Salz mit Rotwein übergießen, bis das Salz bedeckt ist und gut umrühren
          TIPP: Wenn es die Farbe nicht gut annimmt, lass die Salz-Rotweinmischung über Nacht stehen

2.       Das Salz auf einem Blech möglichst großzügig verteilen

3.       Entweder an einem Frühlingstag im Freien für ca. 8 Stunden trocknen lassen oder im Backrohr für ca. 2 Stunden mit einem Kochlöffel eingezwickt bei 50 °C Umluft

4.       Zerbröseln

5.       Rosmarinzweige abzupfen, Nadeln ev. hacken und untermischen ODER getrockneten Rosmarin verwenden

6.       Das fertig gemischte Salz in ein Schraubglas füllen


Passt gut zu:

Wildgerichten, dunklem Fleisch

Apfelsalz

Zubereitungszeit: ca. 20 Min. + Zeit zum Trocknenlassen

Apfelsalz bringt eine süße Note mit sich und sieht aufgrund der kleinen hellgelben Apfelstückchen schlicht, aber sehr hübsch aus. Bevor du mit dem Salzmachen loslegst …

… hier noch ein paar Ernährungsinfos zum Apfel:

Äpfel beinhalten ein breites Spektrum an Nährstoffen. Darunter etwa wasserlösliche Vitamine wie Vitamin C, B-Vitamine, Beta-Carotin, Vitamin E. Außerdem enthalten Äpfel auch zahlreiche Mineralstoffe (z. B. Kalium, Phosphor). Da 70 Prozent der Vitamine und Mineralstoffe in der Schale stecken, ist es empfehlenswert, sie mitzuessen. Neben den Mikronährstoffen enthalten Äpfel auch die Fasern Pektin und Zellulose. Diese zählen zu den Ballaststoffen und sind daher gut für den Darm. Mehr zum Apfel erfährst du hier.

Aber nun zum Rezept und zu den Zutaten:

  • 125 ml Apfelsaft 100%
  • Ein halber Apfel oder Apfelchips
  • 100 g feines jodiertes Salz


Zubereitung:

1.       Apfelchips: Apfel dünn aufschneiden und im Rohr bei 50 °C für 2 Stunden (mit einem Kochlöffel eingezwickt) zu Apfelchips trocknen lassen, ODER Apfelchips kaufen

2.       Apfelchips in kleine Stücke schneiden

3.       Feines Salz mit Apfelsaft übergießen und umrühren

4.       Wir haben die Salzpaste auf Backpapier gestrichen und für 8 Stunden trocknen lassen – am besten nimmst du dafür aber eine Dauerbackfolie, denn auf normalem Backpapier klebt das Salz zu stark fest.

Eine Alternative: Das Salz in einem Schüsserl ins Backrohr geben und bei 50 °C für 2 Stunden trocknen lassen und immer wieder umrühren.

5.       Salz zerbröseln und mit Apfelchips vermischen

6.       Das fertige Salz in ein Schraubglas geben


Passt gut zu:

Salaten, weißem Fleisch

Wir wünschen dir viel Freude beim Selbstmachen und Genießen und haben außerdem noch einen heißen Tipp für dich! Wir haben lange recherchiert und sind stolz darauf, dir nun alles Wissenswerte zum Thema Salz von der Herstellung bis zur Gesundheit präsentieren zu dürfen. Klick dich rein!

Alles Liebe,

deine Karina & Marlene