Gruselig gute Kürbis-Rezepte für Halloween
28.09.2026 / Rezepte zum Nachkochen
Die Hochsaison für Kürbis ist in vollem Gange. Damit ihr die Reste eurer Halloween-Dekoration auch verwerten könnt, haben wir zwei Kürbis-Rezepte für euch vorgekocht: ein herzhaftes Kürbisgulasch und eine wärmende Kürbissuppe.
Veröffentlicht am 28.10.2025
Aktualisiert am 28.09.2026
Das Halloween-Fest und der Kürbis
Halloween ohne Kürbisgesichter – das ist unvorstellbar. Die Tradition des Schnitzens geht auf die irische Sage über Jack Oldfield zurück. Ihm wurde nach seinem Tod sowohl der Zugang zum Himmel als auch zur Hölle verwehrt. Somit war er dazu verdammt, zwischen den Welten herumzuirren. Eine ausgehöhlte Rübe mit einer glühenden Kohle leuchtete ihm dabei den Weg. Solche Rübenlaternen sollten fortan böse Geister abhalten.
Über irische Einwanderer gelangte der Brauch im 19. Jahrhundert nach Amerika. Aufgrund von besserer Verfügbarkeit wurden dort die Rüben durch Kürbisse ersetzt. Die ausgehöhlten Kürbisfratzen, auch „Jack O‘Lantern“ genannt, sind bis heute ein fixer Bestandteil von Halloween – nicht nur in Irland und Amerika.
Der Halloween-Kürbis soll zwar als Dekoration dienen, doch ist er in den meisten Fällen auch essbar. Anstatt das beim Schnitzen anfallende Fruchtfleisch zu entsorgen, kann es also in der Küche Verwendung finden. Ideen, wie du das Innere nach dem Schnitzen verwerten kannst, findest du bei unseren beiden Kürbis-Rezepten.
Als Fausregel gilt: Um auf Nummer Sicher zu gehen, sollte man ein kleines Stück vom Kürbis probieren: Schmeckt er bitter, dann sollte man die Schnitzreste doch besser entsorgen.
Kürbissuppe in nur 30 Minuten
Das einfache Kürbis-Rezept für diese Suppe ist perfekt für vier Personen geeignet. Sie ist cremig, wärmend und der ideale Klassiker für den Herbst. Die Suppe gilt als eine der liebsten Kürbisgerichte im deutschsprachigen Raum.
Die Zubereitungszeit für unser Rezept beträgt nur zwischen 30 und 40 Minuten. Die Suppe eignet sich perfekt als Vorspeise, aber auch als Hauptgericht für den kleineren Hunger.
Guten Appetit!
Zutaten:
- 1 kg Hokkaido-Kürbis (oder Butternut-Kürbis oder auch einfach beide gemischt), gewaschen, entkernt und in Würfel geschnitten
- 1 große Zwiebel, grob gehackt
- 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 2 mittelgroße Kartoffeln, geschält und in Würfel geschnitten
- 750 ml Gemüsebrühe
- 200 ml Schlagobers (je nach gewünschter Cremigkeit)
- 1 EL Olivenöl oder Butter
- Salz, Pfeffer und Muskatnuss nach Geschmack
- Ein Spritzer Zitronensaft (optional)
- Frische Kräuter wie Schnittlauch oder Petersilie zum Garnieren
Der Hokkaido-Kürbis hat mit etwa 70 Kilokalorien pro 100 Gramm knapp dreimal so viele Kalorien wie einige andere Speisekürbisse. Wirklich „viele“ Kalorien sind es dennoch nicht, denn wie alle Kürbissorten besteht auch der Hokkaido-Kürbis zu einem Großteil aus Wasser.
Sein orangefarbenes Fruchtfleisch verrät zudem seinen hohen Gehalt an Carotinoiden, die diesem auch seine Farbe verleihen. Carotinoide zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen, die als Farbstoffe in Pflanzen zu finden sind. Einige von ihnen haben eine Provitamin-A-Eigenschaft und können somit im Körper in Vitamin A umgewandelt werden.
Das daraus entstehende beta-Carotin ist dabei das bekannteste Provitamin A. Das Vitamin A dient im Körper zur Aufrechterhaltung der Funktionen von Haut und Schleimhäute sowie auch für das Immunsystem und den Sehvorgang. Außerdem wichtig: Vitamin A ist ein fettlöslicher Nährstoff. Das Provitamin A kann aus den pflanzlichen Lebensmitteln nur gelöst werden, wenn zusätzlich kleine Mengen Fett in den Speisen enthalten ist.
Zubereitung:
- Vorbereitung: Den Kürbis waschen und in grobe Stücke schneiden. Den Hokkaido-Kürbis musst du nicht schälen, da die Schale beim Kochen weich wird. Kartoffeln ebenfalls in Würfel schneiden.
- Anbraten: Das Olivenöl oder die Butter in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln darin glasig anbraten, dann den Knoblauch hinzufügen und kurz mitbraten, bis er duftet.
- Kürbis und Kartoffeln hinzufügen: Die Kürbis- und Kartoffelwürfel in den Topf geben und etwa 5 Minuten anbraten. Dadurch entwickeln sie mehr Aroma.
- Würzen und kochen: Currypulver (falls gewünscht), Salz, Pfeffer und Muskatnuss hinzufügen und gut umrühren. Die Gemüsebrühe dazugeben und alles aufkochen lassen. Die Suppe dann bei mittlerer Hitze etwa 20–25 Minuten köcheln lassen, bis der Kürbis und die Kartoffeln weich sind.
- Pürieren: Sobald das Gemüse weich ist, die Suppe mit einem Stabmixer pürieren, bis sie schön cremig ist. Falls die Suppe zu dick ist, einfach noch etwas Gemüsebrühe oder Wasser hinzufügen.
- Verfeinern: Schlagobers unterrühren und die Suppe kurz erhitzen, aber nicht mehr kochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken, um die Aromen zu heben.
- Servieren: Die Kürbissuppe in Schalen füllen und mit frischen Kräutern garnieren.
Serviervorschläge:
Diese Suppe schmeckt besonders gut mit einem Stück knusprigem Brot oder einem Topping aus gerösteten Kürbiskernen oder Kürbiskernöl. Für ein extra cremiges Aroma kannst du auch einen Löffel Sauerrahm oder Crème fraîche hinzufügen.
Kürbisgulasch mit Butternut- oder Hokkaido-Kürbis
Für Gulasch benötigt es nicht immer Fleisch. Wir haben ein sehr schmackhaftes, veganes Rezept für die ganze Familie, das sowohl mit Hokkaido- als auch mit Butternut-Kürbis zubereitet werden kann. Die Portion reicht für vier Personen.
Wer nicht auf Fleisch verzichten möchten, kann das Kürbisgulasch mit Rindfleisch ergänzen. Die Zubereitung des Kürbisgulaschs ohne Fleisch dauert etwa 40 bis 50 Minuten. Für eine vegane Variante einfach darauf achten, dass die Gemüsebrühe ebenfalls vegan ist.
Dieses Kürbisgulasch hat das Potenzial, dein neues Lieblingsrezept zu werden!
Zutaten:
- 600 g Hokkaido-Kürbis (oder Butternut-Kürbis), gewaschen, entkernt und in Würfel geschnitten
- 1 große Zwiebel, fein gehackt
- 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 2 Paprika (eine rote, eine gelbe), gewürfelt
- 3 mittelgroße Kartoffeln, geschält und in Würfel geschnitten
- 2 EL Tomatenmark
- 1 Dose gehackte Tomaten (ca. 400 g)
- 500 ml Gemüsebrühe
- 1 TL Paprikapulver, edelsüß
- 1/2 TL Paprikapulver, scharf (nach Geschmack)
- 1 TL Kümmel
- 1 TL Majoran
- 2 EL Olivenöl
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- Frische Petersilie zum Garnieren
Der Kürbis ist ein sehr lagerfähiges Gemüse. Geerntet werden Kürbisse von August bis Oktober. Bei richtiger Lagerung und je nach Sorte sind sie bis zu einem halben Jahr haltbar.
Wichtig dabei ist, dass die Schale des Kürbisses unbeschadet und der Lagerraum kühl, dunkel und trocken ist. Am besten eignet sich dafür der Keller.
Angeschnittene Kürbisteile müssen hingegen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sie haben eine Haltbarkeit von wenigen Tagen. Vor dem Austrocknen hilft es, die Schnittfläche mit Frischhaltefolie abzudecken.
Zubereitung:
- Vorbereitung: Zwiebeln, Knoblauch, Paprika und Kartoffeln vorbereiten und in die entsprechenden Würfel schneiden. Den Kürbis ebenfalls in Würfel schneiden – beim Hokkaido-Kürbis kannst du die Schale dran lassen, da sie beim Kochen weich wird.
- Anbraten: Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebel darin glasig anbraten. Dann den Knoblauch hinzufügen und kurz mitbraten, bis er duftet.
- Gemüse hinzufügen: Paprika, Kartoffeln und Kürbis in den Topf geben und für etwa 5 Minuten anbraten, bis das Gemüse leicht gebräunt ist.
- Würzen: Tomatenmark hinzufügen und unterrühren, dann das Paprikapulver (edelsüß und scharf), Kümmel und Majoran dazugeben. Gut umrühren, sodass alles gleichmäßig mit den Gewürzen bedeckt ist.
- Köcheln lassen: Die gehackten Tomaten und die Gemüsebrühe hinzufügen. Alles gut umrühren, aufkochen und dann die Hitze reduzieren. Das Gulasch bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 20–25 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist und die Soße leicht eingedickt ist. Gelegentlich umrühren.
- Abschmecken: Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Falls die Soße zu dick wird, noch etwas Gemüsebrühe hinzufügen.
- Servieren: Das Kürbisgulasch in Schalen oder tiefen Tellern anrichten und mit frisch gehackter Petersilie garnieren.
Serviervorschläge:
Dazu passt frisches Brot oder ein knackiger Salat.
Weitere Ideen für Kürbis-Rezepte
Der Kürbis lässt sich schnell, klassisch, aber auch besonders raffiniert zubereiten. Als außergewöhnlich gilt der Spaghettikürbis: Er ist rund-oval und außen cremefarben bis gelb. Seine Besonderheit ist das Fruchtfleisch: Beim Kochen zerfällt es in Fäden, die optisch an Spaghetti erinnern und mild-nussig schmecken.
Wer keinen Spaghettikürbis bekommt, kann aber auch mit anderen Sorten experimentieren. So kann der Kürbis als Püree in Gnocchis eingearbeitet werden oder für eine internationale Variante Platz in einem Curry finden.
Muskatnuss gilt als perfekte Ergänzung in herzhaften Gerichten: Es unterstreicht den Geschmack von Kürbis. Auch Thymian passt gut in Kürbis-Rezepte. Zum Kombinieren kannst du auch viele andere Gemüsesorten – wie beispielsweise Blumenkohl, auch Karfiol genannt – oder Feta verwenden.
Besonders einfach ist der Kürbis übrigens als Ofengericht: Einfach in Spalten schneiden, mit ein wenig Öl, Salz und deinen Lieblingsgewürzen garnieren und ab aufs Backblech. Bei 200 Grad kann der Kürbis ungefähr 30 bis 35 Minuten geröstet werden. Es ist allerdings von Vorteil, hin und wieder einen Blick in den Ofen zu werfen: Je nach Dicke der Scheiben kann er auch schon früher weich und damit fertig sein.
Mahlzeit!