Tierwohl: fehlende Kennzeichnung und noch selten im Einkaufskorb

09.12.2021

Für mehr Tierwohl brauche es den aktiven Griff ins Regal und eine durchgängige Kennzeichnung von Herkunft und Haltung, sagt Hannes Royer vom Verein Land schafft Leben.

Als Konsumentinnen und Konsumenten greifen wir zu tierischen Produkten und wünschen uns noch höhere Standards, wenn wir gefragt werden. Nun präsentierten ÖVP und Grüne anlässlich des heutigen Gesundheitsausschusses den Entschließungsantrag, in dem Tierschutz und Tierwohl den Kern bilden. Damit Tierwohlstandards in Österreichs Lebensmittelproduktion noch weiter ausgebaut werden können, brauche es neben dem politischen Rahmen aber auch mehr Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette, sagt Hannes Royer, Obmann des Vereins Land schafft Leben:

„Das Jahr 2021 hat gezeigt: Das Thema Tierwohl ist aus unserem gesellschaftlichen Diskurs nicht mehr wegzudenken. In der österreichischen Lebensmittelproduktion hat es bereits einen hohen Stellenwert; dass nun weitere Schritte in Richtung mehr Tierwohl gesetzt werden, ist für mich durchaus positiv. Einmal mehr wird hier aber klar: Mehr Tierwohl muss auf dem Produkt und auf der Speisekarte ersichtlich sein, damit sich die Konsumentinnen und Konsumenten auch dafür entscheiden können. Es braucht daher unbedingt eine Pflicht zur Kennzeichnung sowohl der Herkunft als auch der Haltung des Tieres – und zwar nicht nur im Supermarkt, sondern auch in der Gemeinschaftsverpflegung und in der Gastronomie.“

Tierwohl als Unterscheidungsmerkmal

Eier und Milch haben es vorgemacht: Die hohen heimischen Produktionsstandards dienen als Alleinstellungsmerkmal gegenüber Produkten aus dem Ausland. Dabei spielt auch Tierwohl eine große Rolle, sagt Royer:

„Die kleinstrukturierte österreichische Landwirtschaft wird sich nicht mit Masse vom Weltmarkt abheben. Was wir brauchen, ist Qualität, und hier gehört Tierwohl ganz klar dazu. Indem wir Konsumentinnen und Konsumenten also auch zu den von uns geforderten Tierwohlprodukten greifen, sorgen wir nicht nur dafür, dass es unseren Nutztieren gut geht, sondern unterstützen auch die heimische Landwirtschaft – und mit ihr den Erhalt unseres Lebensraumes.“

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