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Welche Mehlsorten gibt es?

Mehl ist nicht gleich Mehl. Je nach Getreide, Ausmahlungsgrad und Verarbeitung entstehen verschiedene Mehlsorten mit unterschiedlichen Eigenschaften. Doch was genau macht der Ausmahlungsgrad aus? Und welche weiteren Mahlerzeugnisse gibt es neben klassischem Mehl? In unserem Beitrag entdeckst du alles, was es über Mehlsorten zu wissen gibt.

Verschiedene Mehlsorten in kleinen, kegelförmigen Häufchen nebeneinander aufgestreut, von hell bis dunkel. Verschiedene Mehlsorten in kleinen, kegelförmigen Häufchen nebeneinander aufgestreut, von hell bis dunkel.

Mehlsorten

Grundsätzlich kann man Mehl nach der Getreide- oder Pseudogetreideart, der Mehltype und dem Körnungsgrad einteilen. Weizen, Roggen, Dinkel, Ur- und Pseudogetreide stellen die Art des verwendeten Rohstoffes dar, Bezeichnungen wie W480 oder W1600 die Type und griffig, glatt oder universal den Körnungsgrad. Botanisch gesehen zählt Pseudogetreide nicht zu den Süßgräsern und stellt daher kein echtes Getreide dar, kann aber hinsichtlich der Verwendung auch zu Getreide gezählt werden. Dazu gehören Buchweizen, Amaranth und Quinoa. Die Auswahl des richtigen Mehls ist für das Gelingen des Rezepts sowie für den Geschmack mitverantwortlich.

Vollkorn- oder Weißmehl?

Generell unterscheidet man bei Mehlen zwischen Vollkorn- und Weißmehl. Da bei Weißmehl nur der Innere Teil des Korns beim Mahlen „herausgezogen“ wird, wird Weißmehl auch als Auszugsmehl bezeichnet. Es kann aus allen Getreidearten hergestellt werden und beinhaltet weniger Mineralstoffe und Ballaststoffe als Vollkornmehl. Beim Weißmehl wird im Zuge des Vermahlungsprozesses die Schale (Kleie) des Korns vom Mehlkörper (Endosperm) und vom Keimling getrennt. Es bleibt der Mehlkörper über. Nur dieser wird dann vermahlen. Die Schale wird als Kleie für Tierfutter verwertet, oder Teile davon wie der Keimling als wertvolle Ergänzung in der menschlichen Ernährung. Aus einem Kilogramm Getreide gewinnt man je nach Mehltype zwischen 0,65 und 0,8 Kilogramm Mehl. 2023 kauften laut AMA-Marketing etwas 16 Prozent der Haushalte Vollkornmehle. Glattes, griffiges und Universalmehl erreichten hingegen deutlich höhere Käuferreichweiten.

Für die Herstellung von Vollkornmehl wird entweder das gesamte Getreidekorn inklusive der Schale und des Keimlings vermahlen oder das Getreide zunächst in seine Bestandteile, Mehlkörper, Schale und Keimling, zerlegt, separat vermahlen und dann wieder so zusammengemischt, dass die ursprüngliche Zusammensetzung wiederhergestellt ist. Vollkornmehl hat demnach nichts mit der Getreidearten zu tun. Hinsichtlich Backfähigkeit sind Vollkornmehle den Auszugsmehlen unterlegen. Dafür besticht Vollkornmehl durch mehr Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe, die Weißmehl in wesentlich geringeren Mengen enthält. 

Ausmahlungsgrad

Der Ausmahlungsgrad gibt den Anteil des Korns an, das zu Mehl vermahlen wurde. Für Vollkornmehl vermahlen Mühlen durchschnittlich 98 Prozent und damit fast das ganze Korn. Zum Vergleich: Für Weizenmehl Typ 700 werden hingegen nur etwa drei Viertel des Korns für diese Mehltype vermahlen. Der Ausmahlungsgrad liegt hier also bei 75 Prozent. 
 
Anders als auf der Grafik unten vereinfacht dargestellt, müssen die Typen W700 und W1600 nicht zwingend das Innere des Korns enthalten. Somit haben Mühlen die Möglichkeit, mehrere Mehltypen gleichzeitig herzustellen. Sie verwenden etwa das Innere des Korns für die Type W480 und die übrigen Bestandteile in unterschiedlicher Zusammensetzung für die Typen W700 und W1600. 

Mehltypen

Die Farbe des Mehls hängt einerseits von der Getreideart ab. Weizenmehl ist zum Beispiel heller als Roggenmehl. Andererseits wirkt sich der Ausmahlungsgrad auf die Mehlfarbe aus. Die Mehltype oder einfach nur „die Type“ gibt den Mineralstoffgehalt des Mehls an, das heißt wie viel Milligramm Mineralstoffe pro 100 Gramm Mehltrockenmasseenthalten sind. Die Bestimmung erfolgt durch die Festlegung des Mineralstoffgehalts (Aschegehalts), der vom Anteil an mineralstoffreichen Schalenteilchen abhängt.  

Eine Mehlprobe mit 100 Gramm wird in einem Ofen bei ca. 900 Grad Celsius für ca. zwei Stunden verbrannt. Es bleibt Asche in Form von Mineralsalzen zurück. Die zurückgebliebene Aschemenge ergibt die Typenzahl. Wenn beim Verbrennen von 100 Gramm Weizenmehl ungefähr 480 Milligramm Mineralstoffe als Asche übrigbleiben, spricht man vom Mehltype W480. 

Zwei Metallbehälter mit starker Flammenentwicklung brennen in einem geschlossenen, ofenartigen Raum.

Grundsätzlich gilt: Je mehr vom Korn mitvermahlen wurde, umso mineralstoffreicher ist es. Je höher die Zahl der Mehltype ist, desto dunkler ist die Farbe des Mehls. Helle Mehle weisen eine niedrigere Zahl der Mehltype auf, weil sie nur aus dem weißen, stärkehaltigen und mineralstoffarmen Mehlkörper vermahlen werden. Die Mehltype sagt nichts über die Getreideart oder den Feinheitsgrad des Mehls aus. Die Bezeichnung der Mehltype ist gesetzlich geregelt und im österreichischen Lebensmittelbuch vorgeschrieben. Vollkornmehl trägt keine Typennummer, da die maximale Mineralstoffmenge enthalten ist, die je nach Getreideart, Bodenbeschaffenheit, Düngung und Witterungsbedingungen schwankt. 

Mehltypen international

Die Mehltypenbezeichnung ist international unterschiedlich. Die Unterschiede ergeben sich aus unterschiedlichen länderspezifischen Definitionen. Ist in einem Rezept eine Mehltype aus einem anderen Land angegeben, muss aber nicht auf Mehl aus diesem Land zurückgegriffen werden. Im österreichischen Lebensmittelhandel findet man unter anderem auch deutsche oder italienische Mehle. Vergleichstabellen helfen dabei, heimische Mehle mit vergleichbarem Mineralstoffgehalt zu ermitteln. Die deutsche Typenbezeichnung W 405 oder die italienische Typenbezeichnung „tipo 00“ ist zum Beispiel mit der österreichischen Mehltype W 480 zu vergleichen.  

Körnungsgrade

Auf der Mehlpackung findet man die Begriffe glatt, griffig, doppelgriffig und universal. Sie sagen etwas über die Feinheit des Mehls, also den Vermahlungsgrad, aus. In manchen Regionen Österreichs wird glattes Mehl am häufigsten gekauft, anderswo ist Universalmehl am beliebtesten. Griffiges Mehl wird immer weniger im Handel verkauft. Viele greifen im Zweifel, welches Mehl für die Speise verwendet werden soll, zu Universalmehl. 

Mehlart Erklärung
Glattes Mehl Es ist das am feinsten vermahlene Mehl. Es fühlt sich zwischen den Fingern weich und staubig an und bindet sehr schnell und stark Wasser. Es bietet sich vor allem für feinporige und geschmeidige Teige sowie zum Binden von Flüssigkeiten wie Suppen oder Saucen an.  
Griffiges Mehl Es wird auch als Dunst bezeichnet, ist etwas gröber vermahlen als glattes Mehl. Es fühlt sich zwischen den Fingern gröber und rieselfähig an. Da es dadurch langsamer Wasser aufnimmt, eignet es sich für Teige, die nach der Zubereitung „quellen“ und rasten sollen. Dazu zählen Spätzle, Knödel, Nockerl, Nudeln oder Kartoffelteig. Auch zum Bemehlen der Arbeitsfläche ist griffiges Mehl ideal. 
Doppelgriffiges Mehl Die Mehlpartikel sind noch gröber als bei griffigem Mehl. Es wird gleich wie griffiges Mehl verwendet. Allerdings wird dieses Mehl kaum noch angeboten.
Universalmehl Mischt man glattes mit griffigem Mehl, erhält man Universalmehl, das, wie der Name sagt, nahezu universell einsetzbar ist und die Vorteile, aber auch Nachteile beider Feinheitsgrade vereinen soll. Das Mischungsverhältnis ist nicht geregelt, das Verhältnis zu gleichen Teilen ist üblich.

© Land schafft Leben 2026

Weizenmehl

Weizen ist das am meisten verwendete und konsumierte Getreide in Österreich. Es eignet sich für viele Anwendungen und lässt sich gut mit anderen Getreidearten mischen. 

Type Farbe Anwendungsmöglichkeiten
Weizenmehl Type 480, glatt Helles Weizenmehl Sehr fein vermahlen. Nimmt Flüssigkeit rasch auf. Eignet sich für glatte, feine Teige zum Beispiel für Kuchen, Torten, Feingebäck, Germ-, Brand-, Biskuit- oder Mürbeteige.
Weizenmehl Type 480, griffig Helles Weizenmehl Durch die gröbere Körnung des Mehls werden Flüssigkeiten langsamer aufgenommen, wodurch es sich sehr gut für Teige eignet, die „quellen“ sollen. Dazu zählen Spätzle, Knödel, Nockerl, Nudeln oder Germteig. Auch zum Bemehlen von Arbeitsflächen ist griffiges Mehl ideal. 
Weizenmehl Type 700 Helles Weizenmehl Diese Type eignet es sich besonders als Backmehl für Gebäck und helles Brot. Es handelt sich um das typische Semmelmehl.
Weizenmehl  Type 1600  Dunkles Weizenmehl Auch dieser Mehltyp eignet sich sehr gut für Mischbrote, das die Vorteile von geschmacksintensivem Roggen- und backfähigem Weizenmehl vereint.  
Weizenvollkornmehl Dunkles Weizenmehl  Das gesamte Korn wird vermahlen, wodurch mehr Ballaststoffe und Mineralstoffe erhalten bleiben. Weizenvollkornmehl eignet sich für Vollkornbackwaren wie Vollkornbrot und Vollkornteige. 

Roggenmehl

Roggenmehl ist aufgrund der Widerstandsfähigkeit des Roggens gegen Kälte besonders im alpinen Raum sowie in kühlen Regionen verbreitet und somit auch in Österreich Bestandteil vieler traditioneller Rezepte. Roggen enthält weniger vom Klebereiweiß (Gluten) als Weizen, vielmehr aber von sogenannten Pentosanen, die zur Gruppe der pflanzlichen Schleimstoffe zählen. Durch den geringeren Glutengehalt verkleistert die Roggenstärke weniger gut, sodass erst eine Teigsäuerung mit Sauerteig zu einer optimalen Backfähigkeit führt. Roggenmehl findet vor allem beim Brotbacken und zur Herstellung von Lebkuchen Anwendung und lässt sich gut mit anderen Getreidearten mischen. 

Type Farbe Anwendungsmöglichkeiten
Roggenmehl  Type 500  Helles Roggenmehl Es wird auch als Vorschussmehl oder Weißroggenmehl bezeichnet und eignet sich für helles Roggenbrot oder Mischbrot. 
Roggenmehl  Type 960  Dunkles Roggenmehl Es handelt sich dabei um das klassische Brotmehl für Roggenbrot und Mischbrot. Roggensauerteig wird häufig mit dieser Mehltype hergestellt. Lebkuchen wird ebenfalls traditionell aus diesem Mehl gebacken.
Roggenmehl Type 2500  Dunkles Roggenmehl Dieses Mehl wird auch als Schwarzroggenmehl bezeichnet. Bei Brotrezepten sollte man dieses Mehl auf maximal 20 Prozent der Gesamtmenge dosieren. Dies sorgt für eine bessere Frischhaltung bei Roggen- und Roggenmischbroten. 
Roggenvollkornmehl Sehr dunkles Roggenmehl  Während der Ausmahlungsgrad des Korns bei der Type 960 bei ca. 80 Prozent liegt, werden bei Vollkornmehl nahezu 100 Prozent des Korns vermahlen. Ein minimaler Teil der Schale geht im Zuge der Reinigung verloren. Roggenvollkornmehl eignet sich für Vollkornbrot. 

Dinkelmehl

Teige aus Dinkel schmecken etwas nussig bis süßlich. Dinkelmehl eignet sich für viele Anwendungen und lässt sich gut mit anderen Getreidearten mischen.

Type Farbe Anwendungsmöglichkeiten
Dinkelmehl Type 700  Helles Dinkelmehl   Es eignet sich besonders für Kuchen, Torten, Feingebäck und Teige wie Germ-, Brand-, Biskuit- oder Mürbteig. 
Dinkelvollkornmehl Dunkles Dinkelmehl  Bei Vollkornmehl werden nahezu 100 Prozent des Korns vermahlen. Ein minimaler Teil der Schale geht im Zuge der Reinigung verloren. Dinkelvollkornmehl eignet sich für Vollkornbackwaren wie Vollkornbrot und Vollkornteige. 

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Mehl aus Urgetreide

Der Begriff Urgetreide ist lebensmittelrechtlich nicht definiert und geschützt. Im allgemeinen Sprachgebrauch spricht man bei Urgetreide von Emmer, Einkorn, Khorosan-Weizen und Waldstaudenroggen. Eine Auslobung mit der Bezeichnung “Urgetreide” ist laut österreichischem Lebensmittelbuch nur in Zusammenhang mit Einkorn und Emmer möglich. Die Renaissance dieser Getreidearten kann eine Bereicherung und Abwechslung für den Speiseplan sein. Brot und Backwaren, die unter ausschließlicher Verwendung von Mehl aus Urgetreide bestehen, findet man selten, da die Backeigenschaften dieser Getreidearten anders sind. Erst durch eine Mischung mit Weizen- oder Dinkelmehl lässt sich ein gutes Backergebnis erzielen. Da Teige mit Einkorn- oder Emmermehl sehr weich sind, werden Brote häufig in Backformen gebacken. Das Formen freigeschobener Brotlaibe kann schwieriger sein. Das Volumen von Brot und Backwaren ist ebenfalls kleiner als das von Weizenbroten. Urgetreide kann genauso wie andere Getreidearten unvermahlen verwendet werden. So kann Einkorn oder Emmer als heimische Alternative zu Reis, als Grundlage für Gemüsegerichte, als Beilage oder als Art Risotto zubereitet werden. 

Mehl aus Pseudogetreide

Neben „echten“ Getreidearten wie Weizen, Roggen oder Dinkel, die zur Familie der Süßgräser zählen und das Klebereiweiß (Gluten) enthalten, gibt es sogenanntes Pseudogetreide. Es wird verarbeitet und verwendet wie „echtes“ Getreide, verfügt aber über kein Gluten. Somit ist Pseudogetreide für Personen mit Zöliakie geeignet. Die relevantesten sind Buchweizen, auch als Heiden bezeichnet, Quinoa und Amarant. Die Vermahlung von Pseudogetreide ist vergleichbar mit der von „echtem“ Getreide. Da das Klebereiweiß (Gluten) fehlt, ist allerdings die Backfähigkeit von Mehlen aus Pseudogetreide stark reduziert. Mehl aus Pseudogetreide wird daher oft mit glutenhaltigem Mehl vermischt, um daraus Brot oder Gebäck backen zu können. Für eine glutenfreie Ernährung sind diese Produkte dann nicht mehr geeignet. Pseudogetreide wird auch häufig als Korn verwendet. Buchweizen bietet sich für Salate, als Beilage oder Suppeneinlage an. Quinoa lässt sich gut als Beilage, Brei oder für Salate zubereiten, Amarant wird in gepuffter Form oft Müslis zugesetzt. Somit kann Pseudogetreide durchaus Abwechslung in den Speiseplan bringen. Obwohl viele Pseudogetreide ihren Ursprung im Ausland haben und importiert werden, gibt es immer mehr heimische Anbau-Versuche. Buchweizen, Quinoa und Amarant sind mittlerweile aus Österreich erhältlich. Mengenmäßig kommt es allerdings nicht aus der Nische. 

Spezialmehle

Spezialmehle sind Mischungen verschiedener Mehle für spezielle Anwendungsmöglichkeiten. Sie unterscheiden sich von klassischen Mehlen in ihrer Zusammensetzung oder den Verwendungszwecken. Die Auswahl im Regal ist groß. So besteht Spätzlemehl aus Weizenmehl und Hartweizengrieß, damit Spätzle beim Kochen nicht weich werden, sondern eine feste, kernige Konsistenz nach dem Kochen behalten. Ein anderes Spezialmehl ist Pizzamehl. Es handelt sich um eine Mischung von Mehlen aus verschiedenen Mahldurchgängen, also aus sogenannten Passagenmehlen, sodass Pizzateige gut gedehnt werden können, ohne sich nach dem Formen wieder zusammenzuziehen. Spezialmehle sind nicht zu verwechseln mit Fertigmehlen oder Backmischungen. 

Glutenfreies Mehl

Nahaufnahme eines längs halbierten Weizenkorns auf weißem Papier, Inneres und Struktur gut sichtbar.

Ein Getreidekorn enthält verschiedene Eiweiße. Einen Großteil macht das Gluten aus, das auch als Klebereiweiß bezeichnet wird. Bei Weizen nennt man die Klebereiweiße Gliadin und Glutenin, bei Roggen Secalin und bei Gerste Hordein. Die Menge und die Qualität des Eiweißes im Getreidekorn entscheiden über die Backqualität eines Mehls. Gluten sorgt dafür, dass der Teig sozusagen zusammenklebt und es macht Teige elastisch.  

Da bei Zöliakie vollständig auf Gluten verzichtet werden muss und bei Weizensensitivität häufig eine Reduktion von Weizen oder auch Gluten empfohlen wird, gibt es glutenfreie Mehle und daraus hergestellte Produkte. Sie bestehen entweder aus glutenfreien Getreidearten wie Hirse, Mais, Reis, Soja oder Pseudogetreide oder aus glutenbefreitem Mehl wie glutenfreier Weizenstärke. Da sich glutenfreie Mehle beim Kochen und Backen anders verhalten als glutenhaltige, können sie in Rezepten nicht eins zu eins ausgetauscht werden. Für eine glutenfreie Mehlmischung zum Backen von Brot oder Kuchen bietet sich am besten eine Mischung aus glutenfreiem Mehl, glutenfreier Stärke und einem Bindemittel an. 

Speisestärke

Stärke ist ein weltweit gefragtes Produkt, nicht nur in der Lebensmittelindustrie, sondern zum Beispiel auch in der Textil- oder Papierindustrie. Bei der Herstellung von Speisestärke wird die im Lebensmittel natürlich vorkommende Stärke herausgewaschen, gereinigt und getrocknet. Der Großteil der weltweiten Stärkeproduktion stammt aus Mais, Tapioka, Kartoffeln und Weizen. Bei glutenfreier Weizenstärke wird das Klebereiweiß Gluten ebenfalls „ausgewaschen“. Liest man in der Zutatenliste den Begriff Stärke, native Stärke oder modifizierte Stärke, ist diese glutenfrei. Stammt die Stärke aus Weizen, so ist dies zu kennzeichnen. Speisestärke bindet Suppen und Saucen und verfeinert Kuchen und Gebäck. Sie ist eine häufige Zutat von Fertiggerichten, Süßigkeiten, Backwaren, Brotaufstrichen, Dressings oder Fleischersatzprodukten.