Wie lange ist Zucker haltbar?
Zucker zählt zu den seltenen Lebensmitteln mit unbegrenzter Haltbarkeit, da seine Wasserbindungskraft Schimmel- und Bakterienwachstum verhindert. Neben seiner Rolle als Süßungsmittel wird Zucker seit jeher auch zum Konservieren eingesetzt – etwa beim Einkochen von Obst mit Gelierzucker. Je nach Mischungsverhältnis und Pektingehalt entstehen unterschiedliche Varianten, die durch den Zusatz von Sorbinsäure auch bei reduziertem Zuckergehalt für die Haltbarkeit sorgen.
Abgepackte Lebensmittel müssen normalerweise mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen werden. Bei manchen Produkten macht das wenig Sinn, so zum Beispiel beim Zucker. Schimmel und Bakterien mögen keinen Zucker. Zucker hat wie Salz eine starke Wasserbindungskraft und erzeugt einen hohen osmotischen Druck. Kommen Bakterien oder Schimmelpilze mit Zucker in Kontakt, verlieren sie ihr Wasser und sterben. Bei trockener Lagerung kann Zucker nicht verderben und ist daher unbegrenzt haltbar und unbegrenzt genießbar.
Konservieren mit Zucker
Zucker wird zum Konservieren und Weiterverarbeiten eingesetzt, zum Beispiel beim Einkochen von Obst, sofern genug Zucker verwendet wird. Üblicherweise wird Gelierzucker benutzt, meist im Verhältnis 1:1. Also genauso viel Zucker wie Obst. Um Marmelade mit weniger Zucker herzustellen, eignet sich Gelierzucker mit einem höheren Pektingehalt. Im Handel gibt es Gelierzucker 2:1, für einen Teil Zucker auf zwei Teile Obst, und 3:1, für einen Teil Zucker auf drei Teile Obst. Da bei diesen Gelierzuckern die Zuckerkonzentration nicht mehr ausreicht, um die Marmelade länger haltbar zu machen, wird dem Gelierzucker zusätzlich der Konservierungsstoff Sorbinsäure zugesetzt.