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Wie kann man Tomaten unterscheiden?

Rispen-, Fleisch- und Cocktailtomaten sehen nicht nur unterschiedlich aus, sie sind darüber hinaus für verschiedene Verwendungszwecke geeignet. Hier erfährst du außerdem, welche Besonderheiten bei Bio-Tomaten gelten, warum Nachtschattengewächse so heißen und woher die Bezeichnung „Paradeiser“ kommt.

Verschiedene bunte Tomaten in Schalen und auf Holzbrett, arrangiert auf einem dunklen Holztisch. Verschiedene bunte Tomaten in Schalen und auf Holzbrett, arrangiert auf einem dunklen Holztisch.

Unterscheidung von Tomaten nach Kategorien und Merkmalen

Die Tomate gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Ihre Früchte sind die Tomaten, auch „Paradeiser“ genannt. Der lateinische Name der Pflanze ist „Solanum lycopersicum L“. Nicht alle reifen Tomaten sind rot. Es gibt sie je nach Sorte auch in Gelb, Orange, Schwarz und weiteren Farben, Schattierungen und Zeichnungen.

Verschiedene Tomatensorten in einer Holzschale auf weißem Untergrund, darunter große und kleine Tomaten.

Tomaten können nach unterschiedlichen Kriterien eingeteilt werden. Nach Größe und Form unterscheidet man etwa zwischen Rispen-, Fleisch- und Cocktailtomaten. Dann gibt es die Unterteilung nach Sorten und so genannten Hybridsorten, die von internationalen Unternehmen im Ausland gezüchtet, benannt und an Jungpflanzenproduzenten im In- oder Ausland verkauft werden.

Im Regal können Konsumentinnen und Konsumenten frische Tomaten nach folgenden Merkmalen unterscheiden:

  • Form und Größe: Cocktail- und Cherrytomaten, „Normalfrüchtige“ Tomaten, Ovalfrüchtige Tomaten (mittelgroße Tomaten meist an der Rispe erhältlich), Ochsenherzen und Fleischtomaten

  • Herkunftsland, ev. auch Region

  • aus konventioneller oder biologischer Landwirtschaft

  • Handelsklasse

  • ev. Name der Sorte oder Hybridsorte

Nicht angegeben sind unter anderem:

  • Anbauform - Ganzjahreskultur (erdlos) oder Anbau im Foliengewächshaus (in Erde)

  • Reife zum Zeitpunkt der Ernte

  • Herkunft von Saatgut und Jungpflanzen

  • Ort und Methode der Züchtung

Warum heißen Nachtschattengewächse so?

Tomaten gehören genauso wie Kartoffeln und Paprika zur Familie der Nachtschattengewächse. Sie tragen diese Namen nicht etwa, weil ihre Pflanzen bei Vollmond lange Schatten werfen. Woher der Name kommt, ist nicht ganz klar. Eine Theorie macht den Schwarzen Nachtschatten als Namensgeber seiner Pflanzenfamilie aus. Er hat kleine schwarze Beeren, die besonders im unreifen, noch grünen Zustand für den Menschen giftig sind. Genau diese dunklen Beeren könnten Namensgeber für die ganze Familie der Nachtschattengewächse sein.

Woher kommt die Bezeichnung „Paradeiser“?

Wegen ihrer leuchtenden Farbe und der apfelähnlichen Form bezeichnete man die Tomate, die aus Südamerika nach Europa kam, früher als Apfel aus dem Paradies. Daher kommt der Name „Paradeiser“. Er wird bis heute vor allem in der östlichen Hälfte Österreichs verwendet. Westösterreicher und Deutsche sagen eher „Tomate“. Die italienische Bezeichnung „Pomodoro“ und das russische „Pomidor“ heißen übersetzt „Goldapfel“. Man vermutet, dass die ersten Tomaten, die nach Europa gelangten, gelb waren.

Unterteilung nach Fruchtform

Cocktail- und Cherrytomaten

Besonders geeignet für: Snack und Jause

Aussehen: kleine Früchte, werden meist an der Rispe verkauft

Mehrere rote Cherrytomaten liegen verstreut auf hellem Untergrund, mit deutlichen Schatten.

„Normalfrüchtige“ Tomaten

Besonders geeignet für: Salat, Jause

Aussehen: Mittelgroße Früchte, werden meist an der Rispe verkauft

Rote Tomate mit Stielansatz, wirft einen deutlichen Schatten auf hellgrauem Hintergrund.

Ovalfrüchtige Tomaten

Besonders geeignet für: Salat, Jause

Aussehen: Mittelgroße, ovale Früchte, werden meist an der Rispe verkauft

Fünf verschiedenfarbige Tomaten (rot, grün, gelb) auf hellem Hintergrund, von oben fotografiert.

Ochsenherzen und Fleischtomaten

Große, gerippte Ochsenherztomate mit grünem Stiel, von oben fotografiert, auf hellem Hintergrund mit Schatten.

Besonders geeignet für: Kochen, Verarbeitung

Aussehen: Große Früchte, werden meist einzeln verkauft