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Sind Tomaten gesund?

Tomaten enthalten neben Vitaminen und Mineralstoffen einen Pflanzenfarbstoff mit antioxidativer Wirkung. Geschätzt wurde die Tomate schon von den Azteken und Maya, die der Frucht Heilkräfte zuschrieben. Bei histaminempfindlichen Menschen können vor allem verarbeitete Tomatenprodukte zu Beschwerden führen.

Salat aus frischem Spinat, halbierten gelben und roten Cherrytomaten sowie weißen Käse-Stückchen auf weißem Teller. Salat aus frischem Spinat, halbierten gelben und roten Cherrytomaten sowie weißen Käse-Stückchen auf weißem Teller.

Welche Inhaltsstoffe haben Tomaten?

Tomaten sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen bei einem gleichzeitig niedrigen Kaloriengehalt. Durch ihren hohen Wassergehalt sind sie ein kühlendes Gemüse an heißen Sommertagen. Tomaten erhalten ihre Farbe vom natürlichen Pflanzenfarbstoff Lycopin, das in unserem Körper wie ein Schutzsystem gegen chronische Erkrankungen wirkt und die Zellalterung verlangsamen kann. Tomaten haben also eine antioxidative Wirkung. Wie viel Lycopin eine Tomate enthält, erkennt man an ihrer Farbe.

Je reifer und intensiver die Farbe, umso höher der Lycopingehalt. Durch das Kochen von Tomaten in wenig Fett ist das Lycopin für den Körper besser verfügbar. Da andere Vitamine in der Tomate aber hitzeempfindlich sind, empfiehlt es sich, sie sowohl gekocht als auch roh zu verzehren. Da in Tomatenprodukten große Mengen an Tomaten verarbeitet werden, enthalten beispielsweise Ketchup und Sugo viel Lycopin.

Können Tomaten zu Unverträglichkeiten führen?

Nicht für jeden sind Tomaten ein Genuss. Für jene, die empfindlich gegenüber Histamin sind, kann der Tomatenkonsum zu Hautrötungen, Hitzegefühl, Juckreiz, Kopfschmerzen oder Schnupfen führen. Bei einer Histaminintoleranz können aber keine pauschalen Empfehlungen ausgesprochen werden, da jeder anders reagiert. Frische Tomaten können von vielen Betroffenen problemlos gegessen werden, während Tomatenprodukte wie Ketchup häufig zu den genannten Beschwerden führen.

Wurden Tomaten früher als Heilpflanzen verwendet?

“Xitomatl” nannten die Azteken eine Frucht, die sie als Heil- und Nutzpflanze schätzten. Die erste “Xitomatl”-Kultivierung überhaupt betrieben sie in Mexiko. Im trockenen Tehuacán-Tal wurden bei Ausgrabungen Samen gefunden. Zwischen 200 vor Christus bis 700 nach Christus bauten die Azteken und Maya Tomaten an. Mediziner mischten Tomatensaft unterschiedlichen Säften gegen Krankheiten bei. Die Wildform der Tomate findet man heute vor allem zwischen Nordchile und Venezuela.