Nicht nur für die braven Kinder: 5 Tipps für dein regionales Nikolaussackerl
Für viele Kinder – und auch Erwachsene – ist das Nikolosackerl oder der gefüllte Schuh ein echtes Highlight in der Vorweihnachtszeit. Meistens finden sich darin Mandarinen, Nüsse und Schokolade – und die haben oft einen weiten Weg hinter sich. Wir haben Tipps für dich gesammelt, wie der Inhalt des Sackerls sowohl für Brave als auch für Bengel regional, saisonal und süß sein kann!
Am 6. Dezember ist es wieder so weit: Der Nikolaus kommt und bringt allerlei Leckereien mit! Der Brauch geht auf den heiligen Nikolaus von Myra zurück, der für seine Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft bekannt war. Bis heute ist es Tradition, Kinder mit kleinen persönlichen Geschenken und Köstlichkeiten zu überraschen.
1. Für Heimatverbundene: Auf die Herkunft achten
Hast du dich schon einmal gefragt, woher die Köstlichkeiten in deinem Nikolosackerl eigentlich kommen? Mandarinen, Orangen und Schokolade haben meist einen weiten Weg hinter sich. Auch heimische Nüsse sind im Supermarkt eher die Ausnahme. Bei verarbeiteten Lebensmitteln wie Keksen und Lebkuchen ist die Herkunft der Zutaten oft nicht erkennbar, da sie nicht angegeben werden muss.
Ein bewusster Blick auf die Herkunft lohnt sich also! Wer zu österreichischen Produkten greift, unterstützt die heimische Lebensmittelproduktion und kann Transportwege verkürzen. Wie wäre es deshalb mit Äpfeln, Birnen, Walnüssen, Kürbiskernen, getrockneten Marillen oder Apfelchips im Nikolaussackerl?
2. Für regionale Rotbäckchen: Äpfel und Birnen
Runde Sache: Der Legende nach half Nikolaus von Myra einer armen Familie, indem er nachts drei goldene Kugeln in ihr Haus legte. Der gelbe Golden Delicious ist das perfekte Äquivalent zur historischen Goldkugel: Die süßen Äpfel haben wenig Säure und eignen sich besonders zum Backen und für Desserts. Auch bei den Birnen finden sich goldige Sorten. So ist Xenia beispielsweise mit grüner Schale knackig wie ein Apfel und wird gelblich, wenn sie reifer ist.
Die Steiermark ist das bedeutendste Anbaugebiet in Österreich. Die zahlreichen Hügel mit sonnigen Hängen schaffen in Kombination mit vielen Sonnenstunden optimale Bedingungen für den Apfel- und Birnenanbau. Mit diesen Früchten bringst du ein paar Sonnenstrahlen in den Advent.
Tipp: Frisches Obst vorsichtig verpacken, damit es keine Druckstellen bekommt.
3. Für saisonale Energiebündel: Walnüsse und Co.
Heimische Nüsse sind im Supermarkt eher die Ausnahme. Gerade jetzt haben heimische Walnüsse aber Hochsaison. Sie sind eine gute Quelle für ungesättigte Fettsäuren – Inhaltsstoffe, auf die wir nicht verzichten können. Unser Körper kann sie nicht selbst herstellen, benötigt sie aber für die Funktion von Blutgefäßen, Nerven und Gehirn und für die Energiebereitstellung. Im Vergleich zu Kohlenhydraten, die uns kurzfristig mit Energie versorgen, sind Fette als Brennstoffe vor allem für Ausdauersport relevant – genau das, können wir auch beim Weihnachtsshopping brauchen. Übrigens: Mittlerweile gibt es auch Erdnüsse aus Österreich, zum Beispiel aus dem Weinviertel, und Kürbiskerne haben als Nuss-Alternative für Allergikerinnen und -allergiker immer Saison.
4. Für heimische Naschkatzen: Süßes Knuspern
Natürlich darf auch genascht werden – gesunde Snacks und Süßigkeiten können sich im Nikolaussackerl die Waage halten. Ein Nikolaus oder Krampus aus Schokolade ist hier der Klassiker. Wer bei den Süßigkeiten aber lieber an regionalen Zutaten knabbern will, muss beim Einkauf genau hinschauen. Denn bei verarbeiteten Lebensmitteln gibt es keine Pflicht zur Herkunftskennzeichnung. Wenn nicht Österreich als Ursprungsland angegeben ist, wurden meistens nicht ausschließlich heimische Zutaten verarbeitet. Von Keksen über Lebkuchen bis hin zu Müsliriegeln gibt es aber auch im Supermarkt, ab Hof oder am Bauern- und Adventmarkt regionale Alternativen. Ein weiterer süßer Snack fürs Nikolosackerl sind getrocknete Früchte wie Marillen, Pflaumen oder Apfelchips.
5. Für die Hobbybäckerinnen und -bäcker: Selber backen für bewussteres Naschen
Entscheidet man sich dazu, das weihnachtliche Gebäck selbst zu backen, kann man die Zutaten ganz bewusst auswählen. Sind mir österreichische Zutaten wichtig? Welche Produktionsbedingungen möchte ich unterstützen?
Zudem bekommt man beim Selberbacken ein besseres Gefühl dafür, welche Zutaten in welcher Menge in den Produkten überhaupt stecken. Wie viel Zucker in gekauften Keksen oder fertigen Keksteigen steckt, ist uns oft gar nicht bewusst. Bäckt man jedoch selbst, hat man die Zuckermenge direkt vor Augen und kann sie gegebenenfalls auch einfach reduzieren.
An dieser Stelle sei außerdem gesagt: Achtet man im Großen und Ganzen auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung, ist bewusstes Naschen in Maßen völlig in Ordnung.
Du willst dich in der Weihnachtszeit bewusster mit deinen Lebensmitteln auseinandersetzen? Alle Infos zu Mehl, Zucker, Eiern, Äpfeln, Butter und Co. findest du in unserer Wissensbasis.