Was sind Tomaten?

Die Tomate gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Ihre Früchte sind die Tomaten, auch “Paradeiser” genannt. Der lateinische Name der Pflanze ist “Solanum lycopersicum L”. Nicht alle reifen Tomaten sind rot. Es gibt sie je nach Sorte auch in Gelb, Orange, Schwarz und weiteren Farben, Schattierungen und Zeichnungen.

Tomaten können nach unterschiedlichen Kriterien eingeteilt werden. Nach Größe und Form unterscheidet man etwa zwischen Rispen-, Fleisch- und Cocktailtomaten. Dann gibt es die Unterteilung nach Sorten und so genannten Hybridsorten, die von internationalen Unternehmen im Ausland gezüchtet, benannt und an Jungpflanzenproduzenten im In- oder Ausland verkauft werden.

UNTERSCHEIDUNG IM REGAL

Im Regal können Konsumenten frische Tomaten nach folgenden Merkmalen unterscheiden:

  •  Form und Größe: Cocktail- und Cherrytomaten, “Normalfrüchtige” Tomaten, Ovalfrüchtige
    Tomaten (mittelgroße Tomaten meist an der Rispe erhältlich), Ochsenherzen und Fleischtomaten
  •  Herkunftsland, ev. auch Region
  •  aus konventioneller oder biologischer Landwirtschaft
  •  Handelsklasse
  •  ev. Name der Sorte oder Hybridsorte

 

Nicht angegeben sind unter anderem:

  •  Anbauform - Ganzjahreskultur oder Anbau im Foliengewächshaus
  •  Reife zum Zeitpunkt der Ernte
  •  Herkunft von Saatgut und Jungpflanzen
  •  Ort und Methode der Züchtung

Unterteilung nach Fruchtform

Bio-Tomaten

bio paradeiser | © Land schafft Leben, 2016

Bio-Tomaten müssen im Gegensatz zu konventionellen in Erde angebaut werden. Verboten ist der Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutz- und Düngemitteln. Das Saatgut muss nur dann Bio sein, wenn es ausreichend vorhanden ist. Hybridsorten sind erlaubt, mit Ausnahme von CMS-Hybriden, die mit einem speziellen Verfahren der Sterilisation gezüchtet wurden. Jungpflanzen müssen biologisch herangezogen werden. Der Anteil von Torf im Würfel, in dem die Jungpflanze heranwächst, darf bei Bio Austria maximal 70 Prozent betragen. Die EU-Bio-Verordnung limitiert den Torfanteil nicht.  Das Düngen mit Tiermist aus konventioneller Tierhaltung ist erlaubt. Der Verband Bio Austria hat eine Liste zugelassener Düngemittel. Bio Austria limitiert im Anbau im Gegensatz zur EU-Bio-Verordnung die Beheizung und verbietet die künstliche Beleuchtung von Tomaten.

Qualitätsprogramme

Im Lebensmitteleinzelhandel gibt es Programme, die einzelne Kriterien strenger regeln als das Gesetz. Ein einziges Label wird nach außen kommuniziert, andere gelten nur als nicht kommunizierte Qualitätsanforderungen bei den Einkäufern des Lebensmitteleinzelhandels. Dann sind sie rein interne Qualitätsprogramme, die aber auch Höchstwerte an Rückständen von chemisch-syntethischen Pflanzenschutzmitteln strenger als das Gesetz definieren.

Auch für Bio-Tomaten gibt es Qualitätsprogramme. Die Bio-Eigenmarken des Lebensmitteleinzelhandels haben meist strengere Vorgaben als das Gesetz. Viele Verarbeiter und Erzeugerorganisationen haben für konventionelle und Bio-Tomaten ebenfalls Qualitätsprogramme, die über gesetzliche Bestimmungen hinaus gehen. 

Sichtbare Qualität und
Gift in der Rispe

Auf welche optischen Merkmale man beim Einkauf achten soll und was es mit dem Solanin in Rispe und Stielansatz auf sich hat, erklärt die Ernährungsexpertin Nicole Zöhrer.

Aufbewahrung daheim

...erklärt Nicole Zöhrer. Die Tipps zusammengefasst:

Tipps

Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank!.In der Kälte verlieren sie Aroma.

Tomaten sollen möglichst frisch verzehrt werden. Licht, Wärme und Sauerstoff verringern sonst den Gehalt an Nährstoffen.

Andere Obst- und Gemüsearten sollten von Tomaten ferngehalten werden. Wie Äpfel scheiden Tomaten das Reifegas Ethylen aus, das daneben gelagertes Obst oder Gemüse schneller verderben lässt.

Unreife Tomaten enthalten das leicht giftige Solanin. Es ist außerdem in der Rispe sowie im Stielansatz. Ernährungsexpertin Nicole Zöhrer empfiehlt bei größeren Tomaten den Stielansatz zu entfernen. Man müsste aber eine sehr große Menge an grünen Stielansätzen essen, um Probleme zu bekommen. In hohen Mengen würde es zu Atembeschwerden, Erbrechen oder Nierenreizung führen.