Vom Kalb zur Milchkuh

Kalb, Jungvieh und Milchkuh

Kommt ein Rind zur Welt, bezeichnen wir es zunächst als Kalb. Nach sechs Monaten wird es zum Jungvieh. Das geschlechtsreife weibliche Jungrind nennt man Kalbin. Es wird mit ca. eineinhalb Jahren belegt (befruchtet). Nach neun Monaten bringt es ein Kalb zu Welt. Damit wird es zur Kuh und gibt Milch. Zwei Monate vor der Geburt des nächsten Kalbes wird die Kuh nicht mehr gemolken, in der Fachsprache “trocken gestellt”.

Fleisch-, Milch- und Zweinutzungsrassen

Wenn eine Kuh ein Kalb zur Welt bringt, ist es entweder männlich oder weiblich. Es gibt bereits Methoden, das Geschlecht im Vorfeld festzulegen. Dies funktioniert über einfache Lichtwellen. Das Sperma mit männlichen Chromosomen fließt langsamer, dadurch kann es unterschieden und ausgeschieden werden. Aber zumeist entscheidet zurzeit noch der Zufall. Da nur weibliche Kälber später im Leben Milch geben können, brauchen die Bauern für die männlichen Kälber einen anderen Verwendungszweck: die Fleischproduktion. In der Züchtung macht es deshalb Sinn, den Fokus auf die Milch- und Fleischleistung zu legen. Ist eine Rasse auf beide Verwendungszwecke ausgerichtet, handelt es sich um eine Zweinutzungsrasse. Alle in Österreich eingesetzten Milchkuhrassen werden auch zur Fleischproduktion verwendet. Demnach kann man alle in der Milchwirtschaft eingesetzten Rassen als Zweinutzungsrassen bezeichnen, jedoch teilweise mit starker Tendenz zu einer hohen Milchleistung.