Kaum ein Thema wird im Zusammenhang mit der Klimakrise heftiger diskutiert als die Rolle der Landwirtschaft. Das ist kein Zufall. Schon die Frage, ob die Landwirtschaft Täterin oder Opfer, Problemkind oder Schlüssel zur Lösung ist, wird innerhalb der Wissenschaft alles andere als einhellig beantwortet. Experten sagen, sie sei weder nur das eine noch nur das andere, oder wenn man so will: sie sei alles zusammen.

Veröffentlicht im Jänner 2020

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Der Klimawandel und seine Ursachen: Der Treibhauseffekt

Treibhausgase sind Gase in der Atmosphäre, die die Wärmerückstrahlung von der Erdoberfläche in das All verhindern. Die natürliche Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre sorgt dafür, dass auf unserem Planeten statt eisiger Weltraumkälte eine durchschnittliche Temperatur von 15°C herrscht. Ohne natürliche Treibhausgase wäre unser Planet für uns Menschen also absolut unbewohnbar.

Seit der Industriellen Revolution verursachen wir Menschen eine ständige Zunahme der Treibhausgase in der Atmosphäre. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich diese immer weiter beschleunigt. Durch diese vom Menschen verursachten Treibhausgase verringert sich die in den Weltraum abgegebene Wärmestrahlung. Als Ergebnis erwärmen sich Erdoberfläche und Atmosphäre. Dieses Phänomen wird auch als anthropogener, also vom Menschen gemachter, Treibhauseffekt bezeichnet. 97 Prozent aller Wissenschaftler, die sich in ihren Publikationen mit dem Klimawandel beschäftigen, bestätigen diesen Effekt.