"Wir hauen alles in die Pfanne", Teil 1: Karottengrün verkochen

30.06.2017 / Rezepte zum Nachkochen, Essen & bewusster Konsum

Karotten, Radieschen, Kohlrabi. Die drei haben etwas gemeinsam (außer, dass sie gut schmecken): Alle drei haben neben der eigentlichen „Frucht“ grüne Blätter, die wir im Normalfall wegwerfen oder gar nicht mehr mitkaufen, da sie oftmals bereits im Vorfeld entfernt wurden. Aber vor allem am Markt kann man sie mit dem Blattgrün erstehen. Stellt sich die Frage: kann man die Blätter überhaupt essen? Jawohl! Es lassen sich ganz einfach köstliche und sehr günstige Gerichte daraus zaubern.

Karottengrün – würziges Kraut und Gemüsebeilage

Wie schmeckt eigentlich Karottengrün? Wie anzunehmen, erinnert es ein bisschen an Karotten und ein ganz klein wenig schmeckt es auch wie Petersilie. Wie letzteres kann es auch ganz einfach verwendet werden. Ob zum Auskochen mit weiteren Gemüsesorten zu einer kräftigen Gemüsebrühe oder zum Würzen von Gerichten.  Karottengrün eignet sich aber auch wunderbar als eigenständige Gemüsebeilage, zum Beispiel zu Polenta-Laibchen.

Noch ein Tipp: Wenn ihr Karottengrün verkochen wollt (und es nicht im eigenen Garten erntet), achtet beim Einkauf am besten auf Bio-Qualität. Warum? Weil sich sonst, obwohl in der eigentlich „Frucht“ nicht vorhanden, Rückstände von chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel auf den Blättern finden könnten.

Kräuter-Polenta-Laibchen auf Karottengrün – das braucht ihr für 2 Portionen:

  • 100g Polenta (Maisgries)
  • 375ml Flüssigkeit – entweder nur Wasser oder halb Wasser, halb Milch
  • Etwas Butter
  • Ein paar Stängel Petersilie (gerne auch andere Kräuter, was euch schmeckt)
  • Karottengrün
  • Eine halbe Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Etwas Öl
  • Salz

mehr braucht's gar nicht...

 

Und so haben wir’s gemacht:

  1. Die Flüssigkeit (Wasser oder Wasser-Milch-Mischung) aufkochen und die Polenta einrieseln lassen. Bei geringer Hitze ca. 5-10 Minuten köcheln lassen und immer wieder umrühren.
  2. Vom Karottengrün ein paar junge Blätter abzupfen, waschen, mit der Petersilie klein hacken und unter die Polenta rühren. Ein bisschen Salz dazu und dann die Polenta beiseite stellen und etwas auskühlen lassen, damit ihr euch dann nicht die Finger verbrennt.
  3. Für das Gemüse: Das Grün von etwa 5-6 Karotten abschneiden und gut waschen. Die Blätter von den recht harten Stängeln schneiden. Die Zwiebel und die Knoblauchzehe klein schneiden.
  4. Zwiebel und Knoblauch in etwas Öl kurz anschwitzen und das Karottengrün dazugeben. Die Blätter ein paar Minuten anbraten und dann mit einem Schuss Wasser ablöschen und noch etwas dünsten lassen, je nachdem wie knackig ihr es haben wollt.
  5. Etwas Butter zur Polenta geben, nochmal durchrühren und dann Laibchen daraus formen.
  6. Die Laibchen in einer Pfanne mit etwas Öl auf beiden Seiten goldbraun bei mittlerer Hitze anbraten.
  7. Karottengrün auf den Teller, Laibchen drauf, Salz und Pfeffer nach Belieben. Fertig :-)

Die Arbeistschritte im Detail

 

Guten Appetit!

PS: Nächstes Mal gibt es eine cremige Radieschenblättersuppe! Hmmmm ;-)

 

PPS: Wir wollen hier auf einen Umstand hinweisen, welcher uns von sehr aufmerksamen Lesern mitgeteilt wurde, dass sich nämlich im Blattgrün von Karotte und co. auch Stoffe finden, welche, in großen Mengen oder regelmäßig verzehrt, giftig wirken können (natürliche Pestizide z.B.). Geringe Mengen erwiesen sich im Tierversuch hingegen als unbedenklich bis hin zu gesundheitsfördernd.